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Politik

Bevölkerungsschutz: Seehofer stellt Warnung per SMS in Aussicht

Mittwoch, 21. Juli 2021

/bluedesign, stock.adobe.com

Berlin – Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Westen Deutschlands geht Bundesinnenminister Horst Seehofer davon aus, dass die Bevölkerung vor Gefahren künftig auch per SMS gewarnt wird.

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, habe zur Warnung per Cell Broadcasting bereits im Frühjahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, sagte Seehofer heute in Berlin. Schuster gehe davon aus, dass das noch vor der Bundestagswahl am 26. Septem­ber erwartete Ergebnis positiv sein werde.

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Beim Cell Broadcasting wird ähnlich wie bei einer SMS eine Nachricht an Handynutzer verschickt – und zwar an alle Empfänger, die sich zu dem Zeitpunkt in der betreffenden Funkzelle aufhalten. Datenschützer halten diese Technologie, die in vielen anderen Staaten bereits genutzt wird, für relativ unbedenklich.

Für die Warnung vor akuten Gefahren sei ein Mix aus analogen und digitalen Methoden notwendig, von Sirenen bis hin zu High-Tech-Lösungen, betonte Seehofer. Sirenen alleine seien kein Allheilmittel, denn „es reicht ja nicht aus, nur akustisch zu warnen, die Bevölkerung muss ja auch wissen, was sie tun soll“.

Die Ressourcen des bislang hauptsächlich für den Verteidigungsfall zuständigen BBK sollten in Zukunft besser genutzt werden, sagte Seehofer. Zusätzlich zur Umsetzung eines dafür bereits im März vorgelegten Konzepts zur Neuausrichtung der Bonner Behörde werde es dafür im Herbst möglicherweise auch „eine kleine Gesetzesänderung“ geben müssen. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Freitag, 23. Juli 2021, 04:13

Der Fehler lag woanders...

Niemand hat sich gefragt, was eine Regenmenge von 200 l/m² auf völlig durchnässten Boden bedeutet!
Der Bürgermeister von Grimma wusste, dass eine "5b-Lage" bevorsteht - und war froh, dass es Westdeutschland betreffen würde...
Und unsere Nachrichtensender haben NICHT mit den Bildern von Grimma gewarnt, sondern "nur" vor "Hochwasser"!
Avatar #880126
Pocahontas26
am Freitag, 23. Juli 2021, 00:49

Ablenkung

vom Versagen in den betroffenen Bundesländern. Inzwischen hat es sich herum gesprochen, dass der DWD bereits 4 Tage mit konkreten Regenmengen vorher gewarnt hat. Wie wäre es, wenn die zuständigen Bearbeiter (ÖD oder Beamte) einfach mal die Verantwortung für ihre nicht erfüllte Arbeit übernehmen würden? Wir brauchen Menschen, die sich für ihre bezahlte Arbeit engagieren und diese ernst nehmen! Dazu sind öffentliche Sirenen und Bevollmächtigte nötig (z.B. Feuerwehr,Polizei usw.), die mit Lautsprecher durch die Strassen fahren und warnen oder konstruktive Hinweise geben. Eine App für die Flutwarnung? Wäre es nicht so traurig, könnte man sich vor Lachen den Bauch halten... Wir alle haben in den erschreckenden Mitteilungen über die Hochwasser in der Eifel und in NRW von Betroffenen gehört, dass kein Telefon geht, da das Funknetz ausgefallen ist... da hilft dann nur noch ein Halleluja....
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