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DAK-Gesundheit: Erkältungssaison 2021 nahezu komplett ausgefallen

Donnerstag, 22. Juli 2021

/Subbotina Anna, stock.adobe.com

Hamburg – Die Zahl der Krankmeldungen ist nach Angaben der DAK-Gesundheit in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 3,7 Prozent gefallen. Das bedeutet, dass im ersten Halbjahr durchschnittlich 3,7 Prozent der DAK-Versicherten arbeitsunfähig gemeldet waren.

Das sei ein enormer Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und zum ersten Halbjahr 2019, als der Krankenstand jeweils 4,2 Prozent betragen habe, teilte die Kran­ken­ver­siche­rung mit. Von Januar bis Juni 2021 hatten DAK-versicherte Arbeitnehmer durchschnittlich 6,7 Fehltage und damit 22 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2020.

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Ein besonders großes Minus habe es bei den Atemwegserkrankungen gegeben, hieß es. Auf je 100 Versich­erte kamen im gesamten Halbjahr nur 48 Fehltage – in den ersten sechs Monaten des Vorjahres waren es 92 mehr gewesen, wie die Auswertung der Daten ergab.

„Die Erkältungssaison 2021 ist nahezu komplett ausgefallen“, sagte der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm. Er erklärte das mit den Abstands- und Hygieneregeln in der Coronapandemie und plädierte dafür, sich auch künftig in Erkältungszeiten ein Beispiel an Asien zu nehmen: „Die Maske ist im Kampf gegen Krankheitserreger so einfach wie wirkungsvoll.“

Die Atemwegserkrankungen hatten im ersten Halbjahr 2021 einen Anteil von nur noch 7,1 Prozent am Krankenstand. Im Vorjahreszeitraum waren es 18,3 Prozent gewesen. Dagegen nahmen die Rückenleiden und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems deutlich zu. Der Anteil von Fehltagen mit Diagnosen dieser Art stieg von 20,7 auf 24,9 Prozent.

Knapp ein Fünftel des Arbeitsausfalls (19,8 Prozent) wurde durch psychische Erkrankungen verursacht. Damit sind sie nun zweitmeiste Ursache für Krankschreibungen. Im ersten Halbjahr 2020 hatten die see­lischen Leiden mit einem Anteil von 16,7 Prozent noch an dritter Stelle gestanden. „Die Pandemie mit allen ihren Begleiterscheinungen hat auf psychische Erkrankungen wie ein Verstärker gewirkt“, erklärte Storm.

Zurück ging der Krankenstand vor allem bei Berufsgruppen im Bereich Recht und Verwaltung, die ver­stärkt ins Homeoffice wechselten. Bei Lehrerinnen und Lehrern sowie Erziehern und Erzieherinnen fiel der Rückgang weniger stark aus. Beschäftigte in der Altenpflege waren nahezu genauso oft krank wie im Vorjahreszeitraum.

Für ihre Analyse wertete das Berliner Iges-Institut die Daten von mehr als 2,3 Millionen Arbeitnehmern aus, die bei der nach eigenen Angaben drittgrößten deutschen Krankenkasse versichert sind. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #747495
JohnR
am Freitag, 23. Juli 2021, 17:57

Grippe ? - Was ist das denn ?

Die fehlenden Kranken mit grippalem Infekt sind entweder bei den Corona-Infizierten oder in Quarantäne Befindlichen oder bei den Kurzarbeitern zu suchen. Entscheidend, ob man krank wird, ist nicht primär die
Infektion sondern die Immunkraft, und die kann man sehr selbst beeinflussen.
Avatar #711280
P.Peschel
am Freitag, 23. Juli 2021, 13:13

Keine Grippe mehr nur noch Corona…!? ARE Index insgesamt niedriger bei inkludierten Corona Zahlen…!

Keine Grippe mehr nur noch Corona…!? ARE Index insgesamt niedriger bei inkludierten Corona Zahlen…! Siehe offizielle RKI / GrippeWeb Zahlen u. Statistik Zusammenfassung der Woche 27/2021
Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzte Rate von Personen mit einer neu aufgetretenen akuten Atemwegserkrankung (ARE, mit Fieber oder ohne Fieber) ist in der 27. Kalenderwoche (KW) (05.07. – 11.07.2021) im Vergleich zur Vorwoche insgesamt relativ stabil geblieben (3,4 %; Vorwoche: 3,5 %). Die Rate der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI, definiert als ARE mit Fieber) ist im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken (0,7 %; Vorwoche: 0,8 %). Die ARE-Rate liegt weiterhin auf leicht erhöhtem Sommer-Niveau. Die Lockerung der kontaktreduzierenden Maßnahmen macht sich möglicherweise in der leicht erhöhten ARE-Rate bemerkbar. Atemwegserreger konnten sich wieder besser in der Bevölkerung verbreiten.
Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten Raten der 27. KW 2021 beruhen auf den Angaben von 6.712 GrippeWeb-Teilnehmern und -Teilnehmerinnen, von diesen meldeten 239 eine ARE, 43 meldeten eine ILI (Datenstand: Di, 13.07.2021). Durch Nachmeldungen, die bis zu vier Wochen lang möglich sind, können sich noch Änderungen ergeben.
Abbildung 1 zeigt die Gesamt-ARE-Rate in den Saisons 2018/19 bis 2020/21 sowie (zum Vergleich) die COVID-19-Rate von der 30. KW 2020 bis zur 27. KW 2021. Die Gesamt-ARE-Rate lag in der 27. KW 2021 nun auf einem für diese Jahreszeit etwas erhöhten Werte-N...
https://grippeweb.rki.de/Results.aspx
Avatar #736261
Dr. Peter Pommer
am Donnerstag, 22. Juli 2021, 20:58

Erkältungssaison ausgefallen....

aber zur gleichen Zeit eine Pandemie, eine Infektionslage nationaler Bedeutung mit einem Atemwegsvirus? Was davon ist jetzt wahr?
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