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Forschungsverbund untersucht Leberversagen

Donnerstag, 22. Juli 2021

/Sebastian Kaulitzki, stock.adobe.com

Frankfurt am Main – Die hessische Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Ex­zellenz (LOEWE) fördert einen neuen Forschungsverbund zu einer schweren Verlaufsform der Leberzir­rho­se, der „Acute-on-chronic liver failure“ (ACLF).

Dies ist die häufigste Todesursache von Patienten mit Leberzirrhose. Die Landesoffensive stellt dem Ver­bund unter Federführung der Goethe-Universität Frankfurt rund 4,8 Millionen Euro zur Verfügung.

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„Mit dem neuen LOEWE-Schwerpunkt gehen wir hochaktuellen und zukunftsträchtigen Forschungsfra­gen nach, die in den kommenden vier Jahren die Grundlage für langfristige Forschungskooperationen legen. Entzündungsprozesse, wie sie bei der ACLF-Initiative untersucht werden, sind äußerst komplexe Vorgänge, die wir nur interdisziplinär erfolgreich erforschen können“, sagte der Präsident der Goethe-Universität, Enrico Schleiff.

Bei der ACLF können die fortschreitenden Funktionsausfälle der vernarbten Leber nicht mehr ausgegli­chen werden. Zusätzlich entwickeln sich im Körper weitere Entzündungsreaktionen, neben der Leber ver­sagen weitere Organe wie Nieren und Gehirn. Fast die Hälfte der Patienten stirbt innerhalb eines Monats. ALCF wurde 2013 erstmals charakterisiert, eine spezifische Therapie gibt es noch nicht.

Im Rahmen der ACLF-Initiative planen die Wissenschaftler präklinische und klinische Studien, genetische und biochemische Charakterisierungen und wollen bio- und medizininformatische Methoden nutzen, um ACLF-Auslöser und -Krankheitsmechanismen aufzuklären und Therapieoptionen zu entwickeln.

Neben der federführenden Goethe-Universität Frankfurt sind das Fraunhofer Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP in Frankfurt, das Frankfurter Institut für Tumorbiologie und experi­men­telle Therapie (Georg-Speyer-Haus) und das Paul-Ehrlich-Institut in Langen beteiligt. © hil/aerzteblatt.de

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