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Universitätsklinika testen App zur Antibiotikatherapie

Donnerstag, 22. Juli 2021

/picture alliance, Hauke-Christian Dittrich

Jena – Die Universitätskliniken Aachen, Essen, Halle, Jena und Leipzig testen eine neue App, die Ärzte bei der Antibiotikatherapie unterstützen soll. Entwickelt wurde die Help-App unter Federführung des Uni­ver­sitätsklinikums Jena im Rahmen der Medizininformatikinitiative.

„Help“ steht für „Hospital-wide ELectronic Medical Record Evaluated Computerised Decision Support System to Improve Outcomes of Patients With Staphylococcal Bloodstream Infection“ – es geht bei der klinischen Anwendung also um Blutstrominfektionen mit Staphylokokken.

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Klinisches Ziel ist, Patienten gezielt und wirkungsvoll zu behandeln und dabei auf eine verantwortungs­volle Antibiotikatherapie zu achten, um Resistenzen zu vermeiden.

„Als digitales Hand­buch informiert die App die behandelnden Ärztinnen und Ärzte auf Normal- und In­tensivstationen über die jeweils nächsten diagnostischen und therapeutischen Schritte“, erläutert André Scherag, Direktor des Instituts für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften am Univer­sitätsklinikum Jena.

Neben dem klinischen Anwendungsfall soll die Arbeit mit der App aber auch Erkenntnisse zur techni­schen Infrastruktur liefern. Dazu erschließen Datenintegrationszentren die für eine gemein­same Studie erforderlichen Daten zum Beispiel aus den mikrobiologischen Befunden und stellen sie anonymisiert bereit.

„Die Zentren schaffen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die standortübergrei­fende Datennutzung. Wir zeigen mit Help, dass das auch wirklich funktioniert“, erläuterte Danny Ammon, Leiter des Datenintegrationszentrums am Universitätsklinikum Jena.

Die Arbeit erfolgt im Rahmen des Smith-Konsortiums der Medizininformatikinitiative. „Smith“ steht für „Smart Medical Technology for Healthcare“. Smith schafft durch innovative IT-Lösungen die Vorausset­zungen, dass Forschung und Versorgung näher zusammenrücken, heißt es auf der Website des Konsor­tiums. © hil/aerzteblatt.de

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