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Ausland

Coronaimpfziel in Afrika verzögert sich

Freitag, 23. Juli 2021

/picture alliance, photothek, Ute Grabowsky

Durban – In Afrika rückt das Ziel einer Impfung von 60 Prozent der Bevölkerung gegen COVID-19 ins kommende Jahr. „Wir bleiben sehr optimistisch, bis zum Jahresende 25 Prozent geimpft zu haben“, meinte gestern John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), der Africa CDC.

Das ursprünglich für dieses Jahr anvisierte Ziel einer Impfung von 60 Prozent der Bevölkerung sei somit kaum vor Ende 2022 zu erreichen. Die Länder Burundi, Eritrea und Tansania hätten nicht mal mit Imp­fun­gen begonnen – obwohl Tansania sich nun bei der Coronabekämpfung stärker engagiere.

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Die CDC versucht über die nun zum Trust ausgebaute Avat-Kommission (African Acquisition Trust), die Mittel der afrikanischen Staaten zu bündeln und Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie zu koor­dinieren. Bisher hat Afrika laut CDC erst 82,7 Millionen Impfdosen von den für dieses Jahr geplanten 700 Millio­nen beschafft – 74 Prozent wurden verabreicht.

Ausdrücklich begrüßt wurden Partnerschaften wie die mit dem Mainzer Biopharmaunternehmen Bion­tech, das künftig seinen COVID-19-Impfstoff auch bei einem Partner in Afrika abfüllt. Ende der kommen­den Woche sollen die ersten Dosen der in Südafrika produ­zierten Dosen von Johnson & Johnson ausge­liefert werden. Auch die von den USA versprochenen Impf­stoffe stehen nun zur Auslieferung an.

Der Kontinent befindet sich aktuell im Griff einer dritten Infektionswelle – in Algerien und Tunesien wurde laut CDC bereits die vierte registriert. Die Infektionswelle wird von der hochansteckenden Delta-Variante getrieben.

Bisher wurden in Afrika gut 6,3 Millionen Infektionen dokumentiert, von denen mehr als 160.000 tödlich waren. Die Dunkelziffer dürfte nach Expertenansicht auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen aber höher liegen.

Auch Nkengasong gab zu, dass in einigen Ländern noch unklar sei, warum die Zahlen dort auffällig niedrig seien. Dennoch ist die Gesamtzahl der Fälle weiter gering im Vergleich zu anderen Weltregionen. © dpa/aerzteblatt.de

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