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Politik

RKI: Inzidenzanstieg vor allem bei 15- bis 34-Jährigen

Freitag, 23. Juli 2021

/AS Photo Project, stock.adobe.com

Berlin – Der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Insti­tuts (RKI) bisher vor allem bei Menschen zwischen 15 und 34 Jahren zu beobachten.

Während sich die Werte in den Gruppen ab 60 Jahren in den vergangenen Wochen nur minimal und auf sehr niedrigem Niveau veränderten, verzeichnet das RKI für Jüngere relativ starke Zuwächse. Das geht aus einem wöchentlichen COVID-19-Lagebericht hervor, den das RKI neuerdings donnerstags vorlegt.

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Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz von 32 in der vergangenen Woche verzeichnen laut Bericht die Ju­gend­lichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Jahren. In dem Alter sind schwere Krankheits­verläufe von COVID-19 relativ selten. Die Impfquoten bei den Menschen unter 60 sind zudem auch deut­lich geringer als bei den über 60-Jährigen. In diesen Gruppen sind weniger als 5 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erfasst.

Inwieweit sich die Pandemie in den Krankenhäusern bemerkbar macht, soll bei der Bewertung der Lage an Bedeutung gewinnen. Neu ist seit Mitte Juni eine erweiterte Meldepflicht, da klinische Daten bisher unvollständig erfasst wurden. Zur aktuellen Lage schreibt das RKI, der Rückgang der Patientenzahlen in Krankenhäusern und auf Intensivstationen setze sich aktuell nicht weiter fort. Die Werte lägen zurzeit aber auf einem niedrigen Niveau, heißt es in dem Report.

Schon länger dominiert laut RKI die in Indien entdeckte Delta-Variante auch in Deutschland. In einer zufällig für Erbgutanalysen ausgewählten Stichprobe lag ihr Anteil nun bei 84 Prozent, schreibt das RKI. Das ist ein weiterer Zuwachs im Vergleich zur Vorwoche, als der Anteil noch rund zwei Drittel betragen hatte.

Zunehmend werden laut RKI auch Fälle bekannt, in denen die Betroffenen dem Virus wahr­schein­lich im Ausland ausgesetzt waren. Die häufigste Angabe derzeit sei Spanien. Das beliebte Urlaubs­ziel weist wesentlich höhere Inzidenzen als Deutschland auf.

Seit Wochen wird immer weniger im Labor auf Corona getestet. Der neue Tiefststand für 2021 ist vergan­gene Woche mit 592.221 PCR-Tests verzeichnet worden. Davon waren 1,64 Prozent positiv.

Der „bei weitem größte Teil“ der seit 1. Februar übermittelten COVID-19-Fälle sei nicht geimpft gewesen, heißt es im Bericht. Laut RKI-Schätzung liegt die Effektivität der Impfung für die Zeit von Anfang Februar bis 11. Juli für die 18- bis 59-Jährigen bei circa 89 Prozent, bei den Menschen ab 60 bei etwa 87 Prozent. Das RKI sieht die hohe Wirksamkeit aus den klinischen Studien bestätigt.

Seit Anfang Februar seien insgesamt 6.125 sogenannte Impfdurchbrüche erfasst worden, heißt es. Meist verlaufen solche Fälle mild, sie sind zudem im Vergleich zur Gesamtzahl der voll­ständig Geimpften – rund 40 Millionen Menschen in Deutschland – selten.

Von den Betroffenen über 60 Jahren kam laut RKI gut ein Viertel ins Krankenhaus. Das RKI hält aller­dings eine Untererfassung von Erkrankungen bei Geimpften für wahrscheinlich, daher werde die Wirk­sam­keit der Impfstoffe „eher überschätzt“. © dpa/aerzteblatt.de

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