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Bund will Anteile an Curevac behalten

Freitag, 23. Juli 2021

/vladim_ka, stock.adobe.com

Hamburg – Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge ihre Anteile an dem deutschen Phar­ma­unternehmen Curevac behalten, obwohl bislang noch kein wirksamer Coronaimpfstoff entwickelt wer­den konnte.

Das „wichtige Bundesinteresse“ an der Beteiligung bestehe gegenwärtig fort, zitierte der Spiegel heute aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Die Bundesregierung sieht dem­nach auch die Curevac-Förderung durch das Bundesforschungsministerium „weiterhin als erfolgver­sprechend“ an.

Ende Juni hatte das Tübinger Unternehmen mitgeteilt, sein Coronaimpfstoff weise laut abschließenden Auswertungen nur eine 48-prozentige Wirksamkeit auf. Curevac setzt wie das Mainzer Unternehmen Biontech auf einen modernen mRNA-Impfstoff. Das Mittel der Tübinger galt lange als höchst vielver­sprechend.

Noch im April hatte das Unternehmen angegeben, auf eine Zulassung durch die Europäische Arznei­mittelbehörde (EMA) im Mai zu hoffen. Die Bundesregierung plante daraufhin bereits für das zweite Quartal 2021 die ersten Impfungen mit dem Curevac-Vakzin ein. Inzwischen ist der Impfstoff aber nicht mehr für die laufende Impfkampagne vorgesehen.

Die FDP bemängelte das weitere Festhalten an Curevac. FDP-Wirtschaftsexperte Reinhard Houben kri­tisierte im Spiegel, die Regierung weigere sich zuzugeben, dass der Einstieg bei Curevac „bisher in keiner Weise dazu beigetragen“ habe, eine Abhängigkeit von ausländischer Medikamenten­entwicklung zu ver­ringern. Der Bundestagsabgeordnete forderte, „die Anteile an Curevac zu veräußern und den Erlös in verfügbaren Impfstoff zu investieren“. © afp/aerzteblatt.de

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