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Infektionsfall: Warnung vor Vibrionen in Ostsee

Montag, 26. Juli 2021

/picture alliance, Georg Wendt

Rostock – Viele Ostseebäder machen derzeit mit Aushängen auf die Gefahr durch Vibrionen aufmerksam. Die Bakterien kommen natürlicherweise im Ostseewasser vor und vermehren sich ab Wassertempera­tu­ren von etwa 20 Grad. Sie verursachen in sehr seltenen Fällen teilweise schwere Infektionen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) von Mecklenburg-Vorpommern mitteilte.

Nach dem nun veröffentlichten Vibrionenbericht aus der vergangenen Woche hat sich erstmals in diesem Jahr ein 80-jähriger Mann aus dem Bundesland nachweislich eine Infektion mit den Bakterien zugezo­gen. Wie das Lagus berichtete, sei in diesem Fall das hohe Alter als Risikofaktor zu betrachten. Weitere Details wurde nicht mitgeteilt.

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Gefährdet sind den Angaben zufolge Menschen mit chronischen Grundleiden oder einer Schwäche des Immunsystems sowie höheren Alters. „Wenn Badegäste zu diesen Risikogruppen gehören und Hautver­letzungen haben, sollte ein Kontakt mit Meer- oder Brackwasser unterbleiben.“

In der Badesaison 2020 seien in Mecklenburg-Vorpommern acht Infektionen gemeldet worden, Sterbe­fälle habe es nicht gegeben. Seit 2003 seien es 69 Infektionen gewesen, an denen neun Menschen – alle mit relevanten Vorerkrankungen – gestorben seien. © dpa/aerzteblatt.de

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