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Ausland

Behörden empfehlen Geimpften Maskentragen in Hochrisikogebieten in den USA

Mittwoch, 28. Juli 2021

CDC-Direktorin Rochelle Walensky. /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, J. Scott Applewhite

Washington – Im Kampf gegen die steigenden Infektionszahlen durch die hochansteckende Delta-Va­ri­ante empfiehlt die US-Gesundheitsbehörde CDC auch Geimpften wieder das Tragen von Masken. Diese sollten in Hochrisikogebieten innerhalb der USA in Innenräumen einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen, teilte die Behörde mit.

„Für Gebiete mit erheblichen und hohen Übertragungsraten empfiehlt die CDC vollständig Geimpften, in öffentlichen Innenräumen Maske zu tragen“, sagte CDC-Behördenleiterin Rochelle Walensky. Die Wirk­samkeit der Impfstoffe sei auch bei der Delta-Variante hoch, betonte Walensky.

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Neuere Daten deuteten jedoch darauf hin, „dass in seltenen Fällen einige Geimpfte ansteckend sein und das Virus auf andere übertragen können“. Walensky bezeichnete die neuen wissenschaftlichen Erkennt­nisse als „besorgniserregend“.

Das Weiße Haus ordnete gestern an, dass alle Mitarbeiter aufgrund der Ansteckungsraten in Washington wieder Masken tragen müssen. Weite Teile des Südens der USA weisen laut Daten der CDC eine erheb­li­che oder hohe Übertragungsrate auf. Im Nordosten des Landes, wo die Impfrate höher ist, fällt sie hinge­gen niedriger aus. Die Delta-Variante ist inzwischen für rund 90 Prozent der Infektionsfälle verantwort­lich. 49 Prozent der US-Bevölkerung sind bislang vollständig geimpft.

US-Präsident Joe Biden erklärte, die USA müssten bei der Impfkampagne „besser werden“. Er kündigte für morgen neue Maßnahmen an, um das Impftempo wieder zu erhöhen, nachdem das Land mit seinem Pro­gramm so gut gestartet war.

Eine bereits viel debattierte Impfpflicht werde für die mehr als zwei Millio­nen Bundesangestellten des Landes „in Erwägung gezogen“, sagte Biden gegenüber den Geheimdiensten. „Das wird zur Zeit geprüft“, sagte er. „Aber falls Sie nicht geimpft sind, dann sind Sie nicht annähernd so intelligent wie ich dachte“, sagte Biden bei einem Besuch des Büros der Geheimdienstkoordinatorin (ODNI) weiter.

Erst vorgestern hatte das Veteranenministerium erklärt, dass die medizinischen Mitarbeiter der Kranken­häuser für die früheren Militärangehörigen sich nun gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen lassen müssen. Ärzte, Zahnärzte, Krankenschwestern und andere medizinische Angestellte haben acht Wochen Zeit, sich das Vakzin verabreichen zu lassen.

Bei der Anordnung handelte es sich um die erste Impfpflicht einer größeren Bundesbehörde. Die Ministe­rien und Behörden des Bundes beschäftigten dem wissenschaftlichen Dienst des Kongresses zufolge 2020 knapp 2,2 Millionen zivile Mitarbeiter.

Auch in der Metropole New York und dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien müssen sich städtische beziehungsweise staatliche Angestellte künftig gegen das Coronavirus impfen lassen. Nicht geimpfte Mitarbeiter müssen sich regelmäßig auf eine Coronainfektion testen lassen.

In den USA sind bislang erst 49 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft. Zuletzt stieg die Zahl der täglichen Coronaneuinfektionen wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante im Schnitt wieder auf fast 50.000 an. © afp/dpa/aerzteblatt.de

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