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Ausland

Corona: Briten spenden erstmals Impfdosen ins Ausland

Donnerstag, 29. Juli 2021

/stock.adobe.com

London – Mehr als sieben Monate nach dem Start der eigenen Impfkampagne spendet Großbritannien erstmals Coronaimpfdosen ins Ausland. Insgesamt gibt das Land neun Millionen Astrazeneca-Impfdosen ab, wie das britische Außenministerium gestern erklärte.

Fünf Millionen davon gehen an das UN-Impfprogramms Covax, vier Millionen direkt an einzelne Staaten, viele davon in Südostasien. 817.000 Dosen sollen nach Kenia geliefert werden, davon 400.000 noch in dieser Woche. Bis Mitte nächsten Jahres will das Vereinigte Königreich 100 Millionen Impfdosen abge­ben.

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„Wir tun dies, um den am meisten Gefährdeten zu helfen, aber auch, weil wir wissen, dass wir nicht sicher sein werden, bis alle sicher sind“, sagte Außenminister Dominic Raab einer Mitteilung zufolge.

Großbritannien hatte bei den Herstellern so viel Impfstoff bestellt, dass es ausreichen würde, um die eigene Bevölkerung mehrfach zu impfen. Da das Land bislang jedoch kaum Impfstoff exportierte und keine Dosen spendete, wurde den Briten immer wieder Impfnationalismus vorgeworfen.

Dass die Regierung nun bereitwillig dem internationalen Covax-Programm nicht nur Geld gibt, sondern auch Impfstoff zur Verfügung stellt, dürfte auch damit zu tun haben, dass die britische Impfkampagne in den Endspurt geht. Mehr als 88 Prozent der erwachsenen Briten haben bereits eine Dosis erhalten, knapp 71 Prozent sind vollständig geimpft.

Da die ältere Bevölkerung weitgehend durchgeimpft ist, sind derzeit vor allem noch die jüngeren Erwach­senen an der Reihe. Wegen seltener Blutgerinnsel wird der Impfstoff von Astrazeneca an diese Altersgruppe jedoch wie in vielen anderen Ländern gar nicht mehr vergeben. © dpa/aerzteblatt.de

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