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Studie: Gepoolte Gurgel-PCR-Tests auf Corona an Schulen funktionieren flächendeckend

Donnerstag, 29. Juli 2021

/picture alliance, Nicolas Armer

Regensburg/Erlangen – Die Macher einer Studie zu gepoolten PCR-Tests mit Gurgelverfahren an Schulen ziehen nach sechs Monaten ein positives Fazit. Sie konnten zeigen, dass das Poolsystem der Gurgeltests auf SARS-CoV-2 nicht nur funktioniert, sondern auch flächendeckend eingesetzt werden kann. Das be­richtete gestern Michael Kabesch, der Leiter der WICOVIR-Studie. Die Abkürzung steht für „Wo ist das Coronavirus“.

Darüber hinaus schlügen die Gurgeltests bereits in einem frühen Infektionsstadium an, seien „kinder­leicht“ in der Anwendung und sparten Plastikmüll, so der Leiter der Abteilung für Pädiatrische Pneumo­logie und Allergologie an der Klinik St. Hedwig der Barmherzigen Brüder in Regensburg.

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Neben rund 400.000 Tests an Schulen wurden im Rahmen der Studie etwa 100.000 Tests in Kinder­gär­ten, Betrieben und Behörden durchgeführt. Beteiligt waren Einrichtungen in Erlangen, Nürnberg, Tir­schenreuth, Schwandorf, Regensburg und Cham.

Das Projekt läuft mit Ende des Schuljahres aus. Im nächsten Schuljahr soll es den Angaben nach Regel­testungen an Grundschulen auf Basis der Pool-PCR-Tests geben.

Erst gurgeln, dann zur Schule

Zweimal wöchentlich ließen sich die Teilnehmer für die Studie testen. Dafür mussten sie morgens Lei­tungswasser gurgeln und die Flüssigkeit in zwei Röhrchen füllen. In der Schule – oder anderen Einrich­tungen – kippten sie den Inhalt eines der beiden Röhrchen in einen „Pool“. Die gesammelte Flüssigkeit der Gruppe wurde getestet.

Wenn sich dabei Hinweise auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 ergaben, mussten die Kinder und Jugend­lichen ihr zweites Röhrchen für Einzeltests abgeben, so dass der oder die infektiösen Schüler heraus­gefiltert werden konnten. Das Ergebnis gab es am selben Tag.

Ansteckungen vor allem aus dem familiären Umfeld

„Mit der zweimaligen Pool-PCR-Testung pro Woche können wir praktisch alle Fälle so früh erkennen, dass es fast nie zu weiteren Ansteckungen in den Schulen oder Betrieben kommt“, sagte Kabesch.

Im Laufe der Studie habe es in den Schulen knapp 30 positive Tests gegeben. Fast alle Ansteckungen bei den Schülern stammten demnach aus dem familiären Umfeld.

Das Projekt wurde von der Klinik St. Hedwig der Barmherzigen Brüder in Regensburg und der Uniklinik Erlangen gemeinsam durchgeführt und vom Gesundheitsministerium gefördert. © nec/dpa/aerzteblatt.de

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