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Medizin

Generation X: Jeder 3. hat schon vor dem 50. Lebensjahr mehrere chronische Gesundheitsprobleme

Mittwoch, 8. September 2021

/Aleksej, stock.adobe.com

London – In den reicheren Ländern leiden immer mehr Erwachsene bereits vor dem 50. Lebensjahr unter chronischen Erkrankungen. In einer britischen Langzeitstudie, die fast 8.000 Personen der Generation X seit ihrer Geburt begleitet, hat mittlerweile jeder 3. wenigstens ein chronisches Gesundheitsproblem, wie die jetzt in BMC Public Health (2021; DOI: 10.1186/s12889-021-11291-w) publizierten Ergebnisse zeigen.

Die „1970 British Cohort Study“ umfasste ursprünglich 17.196 Briten, die während einer Woche im April 1970 geboren wurden und seither regelmäßig untersucht und befragt werden. Die letzte Runde fand 2016/18 statt, als die Vertreter der Generation X zwischen 46 und 48 Jahre alt waren. Sie füllten damals einen Fragebogen aus. Eine Krankenschwester bestimmte den Blutdruck und entnahm eine Blutprobe.

Die jetzt von Dawid Gondek vom University College London und Mitarbeitern vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass die Generation X in keinem guten Gesundheitszustand ist: 34 % wiesen gleich mehrere chronische Gesundheitsprobleme auf. Am häufigsten waren mit 26 % ein riskanter Alkoholkonsum und mit 21 % regelmäßige Rückenschmerzen, 19 % klagten über psychische Probleme, 16 % litten unter Bluthochdruck, 12 % unter Asthma oder Bronchitis, 8 % litten an Arthritis und 5 % waren bereits an einem Diabetes erkrankt.

Auffällig war, dass bestimmte Probleme häufig gemeinsam auftraten: Zu den Kombinationen gehörten psychische Erkrankungen plus Bluthochdruck (Häufigkeit 4 %), psychische Erkrankungen plus Asthma (3 %), psychische Erkrankungen plus Arthritis (2,5 %) sowie Diabetes plus Bluthochdruck (2 %).

Teilweise scheinen die späteren Probleme bereits bei der Geburt und in der Kindheit angelegt zu sein. Niedriges Geburtsgewicht sowie ein höheres Körpergewicht und niedrigere kognitive Fähigkeiten im Alter von 10 Jahren waren jeweils signifikant mit einer erhöhten Rate von chronischen Gesundheits­problemen vor dem 50. Lebensjahr verbunden.

Auch die soziale Herkunft der Eltern wirkt sich auf die spätere Gesundheit aus: Erwachsene aus den ärmsten Familien weisen ein um 43 % höheres Risiko auf, in der Lebensmitte mehrere langfristige Gesund­heitsprobleme zu haben als diejenigen aus den privilegiertesten Familien. Sie hatten mit Ende 40 ein fast 3,5-fach höheres Risiko, an der Kombination von psychischen Erkrankungen plus Arthritis zu leiden. Die Kombination aus psychischen Problemen plus Bluthochdruck war sogar 3 Mal häufiger. Insge­samt scheint sich der Gesundheitszustand der Generation X gegenüber den früheren Baby-Boomern verschlechtert zu haben, so Gondek. © rme/aerzteblatt.de

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