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Ärzteschaft

Ruf nach mehr politischer Unterstützung im Kampf gegen Diabetes und Adipositas

Freitag, 30. Juli 2021

/BillionPhotos.com, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat die Politik aufgerufen, das im Gesetzentwurf zur Weiter­entwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) vorgesehene Disease Management Programm (DMP) Adipositas schnellstmöglich auf den Weg zu bringen.

Außerdem müssen in der nächsten Legis­latur­periode endlich Maßnahmen zur Primärprävention von Übergewicht wie eine gesunde Mehrwert­steuer oder eine verbindliche Ampelkennzeichnung eingeführt werden, fordert die Fachgesellschaft.

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Jeder zweite Erwachsene in Deutschland ist übergewichtig, jeder vierte adipös. Weltweit hat sich in den letzten Jahrzehnten die Zahl der übergewichtigen Menschen erhöht, in Deutschland sogar verdreifacht.

„Die Adipositaswelle muss eingedämmt werden, sonst werden wir ganz abgesehen von den individuellen Schicksalen und Problemen auch volkswirtschaftliche Nachteile erleiden“, warnte DDG-Präsident Andreas Neu im Vorfeld der Bundestagswahl.

Neben einer zügigen Umsetzung des DMP Adipositas brauche es deshalb dringend auch verhaltens­prä­ventive Maßnahmen, wie beispielsweise eine verbindliche Lebensmittelkennzeichnung, ein Werbe­verbot für bestimmte Lebensmittel sowie die Einführung einer „Gesunden Mehrwertsteuer“, die Lebens­mittel mit geringem Anteil an Zucker, Fetten und/oder Salz steuerlich entlaste. Nur so könne langfristig ein Durch­bruch bei der Prävention von Adipositas und Diabetes erzielt werden.

„Wie auch immer die künftige Bundesregierung zusammengesetzt sein wird: Ein konkreter Umsetzungs­plan für die Bekämpfung dieser Krankheiten muss oberstes Politikziel werden“, forderte DDG-Geschäfts­führerin Barbara Bitzer. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Dr. med. Ralf Hilbert
am Montag, 16. August 2021, 09:38

Kaum realistisch

Man schaue sich einschlägige Entscheidungsträger an, welches Verhältnis sie zu ihrer Adipositas haben.
Zu erwarten, dass diese Menschen sich um die Adipositas anderer Menschen Gedanken machen und Projekte auf den Weg bringen, ist reichlich naiv.
Es sind zwar teilweise sogar Kollegen unter diesen politischen Entscheidungsträgern, aber sie tun trotzdem nichts - warum auch immer.
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