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Politik

Schäuble drängt auf Impfempfehlung für Kinder ab zwölf Jahren

Freitag, 30. Juli 2021

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). /picture alliance, Christoph Hardt, Geisler-Fotopres

Berlin – Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble drängt die Ständige Impfkommission zu einer Corona­impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.

„Wenn die europäische Zulassungs­behörde zwei Coronaimpfstoffe für sicher und wirksam auch für Kinder ab zwölf Jahren erklärt, spricht aus meiner Sicht sehr viel dafür, die Vakzine auch für diese Gruppe breit zu nutzen“, sagte der CDU-Politiker im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

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„Es steht dem Bundestagspräsidenten nicht an, die Ständige Impfkommission zu kritisieren. Allerdings darf ich sie an ihre Verantwortung erinnern.“ Die Coronarisiken seien auch für Kinder um ein Vielfaches höher als die einer Impfung. Er wünsche sich persönlich als Großvater, dass seine Enkel möglichst bald geimpft werden könnten.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hatte im Mai den COVID-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch die Freigabe für Moderna.

Für Deutschland empfiehlt die STIKO die Impfung bisher jedoch nur Kindern und Jugendlichen mit be­stimmten Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Als Gründe nannte die STIKO noch fehlende Daten zur Sicherheit des Impfstoffs.

Zahlreiche Politiker hatten die Kommission in den vergangenen Wochen für ihr Vorgehen kritisiert. Die STIKO setzt sich zunehmend dagegen zur Wehr, zuletzt nach einer Kritik von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

„Die aktuellen Aussagen von Herrn Söder und anderen Politikern zur STIKO und zu deren Arbeit sind auch unter Berücksichtigung der Wahlkampfzeit ungewöhnlich und müssen korrigiert werden“, teilte das unabhängige Gremium um den Virologen Thomas Mertens mit. Ziel der STIKO sei das Erarbeiten der bestmöglichen Impfempfehlung für einzelne Menschen und für die Gemeinschaft. © dpa/aerzteblatt.de

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