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Ausland

Bangkok: Krankenhausbetten und Einrichtungen für Quarantäne werden knapp

Freitag, 30. Juli 2021

/picture alliance, ZUMAPRESS.com, Varuth Pongsapipatt

Bangkok – Wegen drastisch steigender Coronafallzahlen werden in der thailändischen Hauptstadt Bang­kok die Krankenhausbetten und die Quarantäneeinrichtungen knapp. „Ich bin ganz offen, wir haben nicht genug Betten in den Krankenhäusern“, sagte Somsak Akkasilp, Generaldirektor der staatlichen Gesund­heitsdienste. In den großen Krankenhäusern seien die Intensivstationen überbelegt.

Die Krankenhäuser in Bangkok hätten Kapazitäten für 1.000 neue Patienten pro Tag, sagte Somsak. Der­zeit seien die Zahlen aber deutlich höher. Allein gestern wurden 4.000 Neuaufnahmen von Coronapatien­ten in Bangkoks Krankenhäusern gezählt.

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Die Behörden gehen angesichts der Entwicklung dazu über, leichter Erkrankten eine Isolation zu Hause zu empfehlen. Allerdings gebe es dabei Probleme mit der medizinischen Versorgung, räumte Somsak ein.
Auch die Quarantäne- und Isolationseinrichtungen der Stadt füllen sich.

Die Behörden arbeiten mit Privatkrankenhäusern zusammen, um mehr Betten zu beschaffen. „Wir wissen noch nicht, ob die Pandemie schon ihren Höhepunkt erreicht hat. Wir müssen die Kurve abflachen“, sagte er.

Das südostasiatische Land kämpft derzeit mit einer dritten schweren Coronawelle, die durch die hoch­ansteckende Delta-Variante befeuert wird. Trotz scharfer Maßnahmen und einer nächtlichen Ausgangs­sperre in den am stärksten betroffenen Provinzen wurden gestern landesweit rund 17.660 Neuinfektio­nen und 165 Todesfälle registriert.

Seit Beginn der Pandemie wurden nach Behördenangaben mehr als 561.000 Infektionsfälle und 4.562 Todesopfer verzeichnet – der Großteil davon in der jüngsten, im April ausgebrochenen Coronawelle.
Die ersten Coronafälle der jüngsten Welle gehen auf Nachtclubs in Bangkok zurück, die häufig von der thailändischen Elite und Politikern besucht werden.

Besonders betroffen von der Pandemie sind jedoch die armen Bevölkerungsschichten, vor allem die Be­wohner der Slums von Bangkok, wo das Einhalten von Abstandsregeln nahezu unmöglich ist. Die Regie­rung von Ministerpräsident Prayut Chan-O-Cha steht wegen ihres Umgangs mit der Pandemie in der Kritik.

Betroffene Wirtschaftssektoren vermissen Entschädigungen, zudem wird der Regierung eine verfehlte Impfpolitik vorgeworfen. Derzeit werden nur Astrazeneca und die chinesischen Impfstoffe Sinovac und Sinopharm verimpft. Die Impfkampagne verläuft langsam und viele Thailänder sind verärgert, weil die Regierung nicht die Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie Moderna bestellt hat. © afp/aerzteblatt.de

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