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Politik

Beatmungsgeräte werden trotz Pandemie zum Ladenhüter

Freitag, 30. Juli 2021

/egyjanek - stock.adobe.com

Berlin – Um potenziellen Materialengpässe bei der Beatmung stationärer COVID-19-Patienten vorzubeu­gen, bestellte die Bundesregierung im vergangenen Jahr mehr als 20.000 Beatmungsgeräte. Als sich ein geringerer Bedarf abzeichnete, wurde ein Teil davon wieder abbestellt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

Laut Angaben der Bundesregierung wurden letztlich 13.738 Respiratoren geliefert, gut ein Drittel davon (4.836) erhielten die Länder, 1.435 Geräte wurden bislang an Mitgliedstaaten der EU, Drittstaaten sowie internationale Organisationen gespendet.

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Aktuell bereite man zudem eine weitere unentgeltliche Abgabe eines größeren Kontingents von Beat­mungsgeräten an die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) vor, so die Bun­desregierung. Ein weiterer Teil der der Geräte könnte zudem Teil der Nationalen Reserve Gesundheits­schutz und für den Krisenfall einlagert werden.

„Die Planungen dauern an und berücksichtigen Überlegungen zu einer möglichen Einlagerung von Be­atmungsgeräten“, verweist die Bundesregierung in ihrer Antwort. Dagegen plane die Europäische Kom­mission derzeit keine weitere Beschaffung und Einlagerung von Beatmungsgeräten im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens RescEU.

Das Gesamtauftragsvolumen für die Beschaffung der Respiratoren lag der Bundesregierung zufolge bei rund 241 Millionen Euro. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #88255
doc.nemo
am Montag, 2. August 2021, 08:22

Kein ablaufendes Haltbarkeitsdatum

Hinterher ist halt die große Zeit der Klugscheißer, die schon immer aller vorher gewusst haben wollen. Dass die Beatmungsgeräte nicht gebraucht wurden, ist lediglich eine (bislang) glückliche Entwicklung, die nicht vorhersehbar war. Es hätte auch anders kommen können - wie groß wäre da das Geschrei der gleichen Klugscheißer gewesen, wenn es nicht genug Geräte gegeben hätte! Aber noch ist Corona nicht vorbei, und ich kann nur dringend empfehlen, die Geräte jetzt nicht unter Wert zu verscherbeln. Im Gegensatz zu Medikamenten und Impfstoffen haben sie kein ablaufendes Haltbarkeitsdatum.
Avatar #650529
Gabriel1947
am Sonntag, 1. August 2021, 08:01

Einer von vielen Fehlern der Bundesregierung.

Die Zeche zahlt unsere Folgegeneration. Leider wird die jetzt junge Generation die Fehler der unfähigen Noch-Regierung ausbaden müssen.
Avatar #892292
Dieter10
am Samstag, 31. Juli 2021, 22:55

Beatmungsgeräte

Ohne zu wissen was so ein Gerät kann oder Kostet denke ich das man diese Geräte nicht einfach mal im Elektronikmarkt in größeren Mengen sofort Bestellen und abholen kann. Da gibt es bestimmt Lieferzeiten.
Wenn hier ein Überbedarf vorhanden ist kann ich nur danke sagen an alle Verantwortlichen in der Pandemie die habe einen guten Job gemacht wen wir die nicht alle benötigen.
Wenn Überkapazitäten vorhanden sind Kann man vielleicht die Geräte die nicht benötigt werden an Länder verschenken die diese Geräte dringend benötigen.
Avatar #736261
Dr. Peter Pommer
am Samstag, 31. Juli 2021, 21:47

andere Deutung

könnte vielleicht auch daran gelegen haben, dass die Pandemie nicht nach Deutschland gefunden hat? Passt gut zusammen mit der historisch niedrigsten Klinikbelegung seit dem Bestehen der BRD...und dem sehr geringen Krankenstand lt. TKK und DAK.
Avatar #833365
HartmutSteeb
am Freitag, 30. Juli 2021, 18:04

Beatmungsgeräte überflüssig

Danke für die Nachricht. Auch hier hat die Politik völlig am Bedarf vorbei geplant. Alles ging in Richtung Panik. Wenn Industrieunternehmen so planen würden, würden sie in der Insolvenz landen und die Verantwortlichen wären nicht mehr im Amt.
LNS
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