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Ausland

Rasant steigende Coronazahlen: Israel erlässt neue Beschränkungen

Mittwoch, 4. August 2021

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz. /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Alex Brandon

Tel Aviv – Wegen der wieder rapide steigenden Coronazahlen hat Israel neue Beschränkungen erlassen. So gilt wieder eine Maskenpflicht bei Events im Freien mit mehr als 100 Teilnehmern, wie das Corona­kabinett bei einer Sitzung gestern Abend beschloss.

Selbst Veranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmern dürfen nur noch Geimpfte, Genesene oder Men­schen mit negativem Coronatestergebnis besuchen. Auch Kinder müssen zudem nun beim Eintritt ein negatives Coronatestergebnis vorzeigen. Die neuen Vorschriften sollen am kommenden Sonntag in Kraft treten.

Bereits vor der Sitzung des Kabinetts hatte die Regierung auch neue Reisebeschränkungen beschlossen. So müssen Israelis, die unter anderem aus Deutschland einreisen, für mindestens sieben Tage in Quaran­täne – selbst wenn sie vollständig geimpft sind. Die Regelungen gelten ab dem 11. August. Für deutsche und andere ausländische Touristen gilt unterdessen weiterhin ein Einreiseverbot nach Israel.

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz schwor die Bürger zudem auf einen Lockdown im September ein, sollten die Zahlen nicht rückläufig sein. Da im nächsten Monat mehrere jüdische Feiertage anstehen, sei ein Lockdown aus ökonomischer Sicht weniger schädigend, sagte Gantz dem Coronakabinett.

Israel verzeichnete jüngst wieder deutlich höhere Coronazahlen. Nach Daten des israelischen Gesund­heits­ministeriums von gestern waren vorgestern 3.818 neue Fälle bestätigt worden. Zuvor hatte die Zahl bei 2.121 gelegen.

Fast 5,4 Millionen der rund 9,3 Millionen Israelis sind vollständig geimpft. Vor kurzem hatte das Gesund­heitsministerium Zahlen vorgelegt, nach denen die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfi­zer-Im­pfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat.

Nach Angaben des Ministeriums verhindert die Impfung eine Coronainfektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich im Land die ansteckendere Delta-Variante. © dpa/aerzteblatt.de

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