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Ärzteschaft

Niedergelassene Ärzte gegen Boosterimpfung in Impfzentren

Mittwoch, 4. August 2021

/picture alliance, Laci Perenyi

Berlin – Besonders vulnerable Personengruppen sollen nach Vorstellungen der Politik ab September eine Auffrischungsimpfung gegen SARS-CoV-2 erhalten können. Die Vertragsärzte in Deutschland sehen sich vorbereitet und stellen zugleich eine Beteiligung der Impfzentren infrage.

„Gemeinsam mit den Pflegeeinrichtungen vor Ort können niedergelassene Ärzte die Impfungen individu­ell terminieren und durchführen“, betonten die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein (KVNO) und die Westfalen-Lippe (KVWL) in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

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Da zur gleichen Zeit die ersten Grippeimpfungen anstünden, sei es aber unsinnig, die Coronaimpfung im Impfzentrum und die Grippeimpfung in den Praxen anzubieten, so beide KVen.

Torsten Lange, Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern (KVMV) mahnte, die Politik solle statt ständiger Eingriffe in den Praxisablauf und den Erhalt teurer Impf­zent­ren lieber für verlässliche und bürokratiearme Rahmenbedingungen bei den Im­pfungen sorgen.

„Dazu gehört auch, dass zur Vereinfachung der Impfungen und Vermeidung von Verwurf endlich Fertig­spritzen von der Industrie zur Verfügung gestellt werden“, so Lange. Die Coronaimpfungen sollten an einem Ort vollständig in die Hände der niedergelassenen Kollegen gegeben werden.

Die Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB), die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) und der Hausärzteverband Brandenburg (HÄVBB) riefen unterdessen alle Bürger auf, sich jetzt gegen COVID-19 impfen zu lassen.

„Einen wirksameren Schutz gegen Corona als die Impfung gibt es nicht“, sagte LÄKB-Präsident Frank-Ullrich Schulz. Der KVBB-Vorsitzende Peter Noack machte deutlich, dass mittlerweile ausreichend Impf­stoff im Land verfügbar ist, so dass jeder Impfwillige wohnortnah und einfach ein Impfangebot finde.

Karin Harre, Vorsitzende des HÄVBB, wendete sich direkt an die Menschen. „Wir impfen tagtäglich und sind auch für die Menschen da, für die die Impfung mit Unsicherheiten und Fragen behaftet ist. Kommen Sie einfach auf uns zu“, sagte sie. © hil/sb/aerzteblatt.de

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