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Ärzteschaft

Mehr als 100.000 elektronische Heilberufsausweise an Ärzte ausgegeben

Donnerstag, 5. August 2021

/BÄK

Berlin – Der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) hat die Marke von 100.000 ausgegebenen Exem­plaren geknackt. Er wurde 100.999 mal ausgegeben, wie eine Auswertung der Bundesärztekammer (BÄK) mit Stand von Ende Juli zeigt.

Benötigt wird der eHBA in den Arztpraxen unter anderem zur Umsetzung des vorgesehenen Starts der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) am 1. Oktober sowie bei der Implementierung der elektronischen Patientenakte (ePA) in den Praxisalltag. Auch für die ab Januar 2022 verpflichtende Nutzung von elektronischen Verordnungen (E-Rezept) verschreibungspflichtiger Arzneimittel.

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Laut den Daten der BÄK wurden sowohl im Juni als auch im Juli jeweils rund 15.000 eHBA ausgegeben – damit zog das Tempo im Vergleich zu den Vormonaten deutlich an. Bis Ende April waren erst gut 60.000 eHBA ausgegeben worden; die monatlichen Ausgabezahlen lagen lange Zeit unter der 10.000er-Schwelle.

Deutliche Unterschiede zeigen sich beim Ausstattungsgrad bezogen auf die in den jeweiligen Versor­gungsbereichen tätigen Ärzte (Grafik).

Die BÄK weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man aber nicht davon ausgehen dürfe, dass jeder Arzt zwingend einen eHBA benötigt.

Nicht jeder Arzt komme im Versorgungsalltag mit Prozessen in Berührung, die einen unmittelbaren Zugriff auf die medizinischen Daten des Patienten aus der Telematikinfrastruktur (TI) verlange.

Im stationären Bereich hänge dies sehr stark von der konkreten organisatorischen Ausgestaltung der Arbeitsprozesse vor Ort ab.

Die Anzahl der zwingend benötigten eHBA in diesem Versorgungssektor werde nach Erwartung der BÄK daher deutlich unter der Gesamtzahl aller dort tätigen Ärzte liegen.

Für den ambulanten Bereich erwartet die BÄK diesen Effekt „weniger stark ausgeprägt“. Insofern sei der Ausstattungsgrad „eher eine Orientierung denn eine valide Kennziffer“. Bereits im Berichtsmonat Juli wurde im ambulanten Bereich ein Ausstattungsgrad von knapp 50 Prozent erreicht. © aha/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #88767
fjmvw
am Freitag, 6. August 2021, 09:50

Das wird spannend werden. Wenn nur 50% der Niedergelassenen einen solchen eHBA

haben, aber jeder Arzt für bestimmte Tätigkeiten (ePA, eRezept, eAU, ...) einen solchen Ausweis braucht, dann steht da unterm Strich nichts anderes als:

Ein großer Teil der Niedergelassenen will dieses eGedöns ganz offensichtlich nicht.

Wie wird der Gesetzgeber darauf reagieren, dass so viele Niedergelassenen den eAnwendungen eine so deutliche Abfuhr erteilen?
Avatar #775352
Murke
am Donnerstag, 5. August 2021, 19:42

Diese "CIVEY" Abfragerei nervt ganz ungemein!

Wie kommen die dazu, meine Meinung umsonst für deren Statistik zu verwenden, bzw. zu verkaufen?
Wenn man mal just for fun einen Frage beantwortet, dann kommt postwendend die Aufforderung sich mit seinen ziemlich persönlichen Daten anzumelden.
Wenn die von mir aus für jede beantwortete Frage Geld an eine bedürftige Institution, z.B. für kranke Kinder oder ähnlich kartitative Einrichtung geben würden, dann ließe ich mit mir reden, - aber auf die dumme Tour deren mehr oder weniger dämliche Fragen zu beantworten, in der Annahme ich sei neugierig auf den Mainstream, da liegen die falsch.
Natürlich kann man drüber scrollen ohne am weiteren lesen gehindert zu werden, aber das kann ja noch kommen.
LNS
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