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Politik

Erneuter Vorstoß für ein Bundesgesundheitsamt

Donnerstag, 5. August 2021

Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheits- und Sozialminister von Baden-Württemberg. /picture alliance, Sebastian Gollnow

Freiburg – Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (Grüne) hat sich für eine Änderung am Sys­tem der ehrenamtlich arbeitenden Ständigen Impfkommission (STIKO) ausgesprochen. Bereits im Okto­ber des vergangenen Jahres kam die Idee erstmals auf den Tisch. Damals von der Bundestagsabgeord­nete Hilde Mattheis (SPD).

Sie sprach sich für eine stärkere Koordinierung beim Bund, etwa in Form eines neuen Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit oder eines Bundesgesundheitsamtes 2.0, aus. Damit wären dann auch einheitli­che­re Vorgaben wie Maskenpflicht oder andere Schutzmaßnahmen möglich, so Mattheis damals.

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„Ich hätte gerne ein Bundesgesundheitsamt mit breiter wissenschaftlicher Expertise. Und ich hätte gerne eine engere europäische Verzahnung“, sagte nun auch Lucha in der Badischen Zeitung. Er würde das nach der Bundestagswahl auch in Koalitionsverhandlungen einbringen. Die STIKO neige dazu, Entscheidungen der Europäischen Arznei­mittelagentur (EMA) erstmal eher nicht gutzuheißen.

Über die Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren wird in Deutschland gerade gerungen – möglich ist sie bereits bei niedergelassenen Ärzten und in Impfzentren, allerdings hat die STIKO noch keine allgemeine Empfehlung dafür ausgesprochen.

Lucha: „Wir sind der Überzeugung, dass die Impfung für Jugendliche eine große Chance ist, und sind da auch selbstbewusster geworden.“ Man sehe, dass es mittlerweile in Kanada und den USA mehrere Millionen Impfungen von Jugendlichen gebe. © dpa/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #880126
Pocahontas26
am Montag, 9. August 2021, 08:59

Es ist schon erstaunlich,

auf welche Art sich nun viele, bisher nicht in Erscheinung getretene Politiker, auf sich aufmerksam machen wollen. Auch sollte uns die Qualität solcher Aussagen große Sorgen machen!
Avatar #712140
corinnawiechern@gmx.de
am Donnerstag, 5. August 2021, 23:03

Wer nicht spurt wird abgeschafft!

Verhält man sich nicht politisch korrekt, wird man abgeschafft.
Jetzt macht man auch kein Halt mehr vor medizinischer und naturwissenschaftlicher Expertise.
Das medizinischen Halbwissen der Politiker wird zu einem Risiko für die Bevölkerung.
Avatar #555822
j.g.
am Donnerstag, 5. August 2021, 21:59

manne lucha

wieso wird der Kosename des Herrn Gesundheitsministers bei offiziellen Mitteilungen benutzt?
Avatar #722910
Dr. Brail
am Donnerstag, 5. August 2021, 19:38

Was für ein Experte!

"Wir sind der Überzeugung, dass die Impfung für Jugendliche eine große Chance ist, und sind da auch selbstbewusster geworden."
Ihre Überzeugung und Ihre Selbstbewustsein dürfen Sie für sich behalten, so lange Sie nicht die Expertise der STIKO-Mitglieder besitzen. Wie können Sie wagen, über die Gesundheit der Kinder zu entscheiden?
Avatar #789658
2haeschen
am Donnerstag, 5. August 2021, 18:23

Die STIKO neige dazu, Entscheidungen der Europäischen Arznei­mittelagentur (EMA) erstmal eher nicht

spricht der Sozialminister ...

Wenn die STIKO geschlossen zurücktreten würde, wäre ich nicht überrascht.

Ich stelle mir vor, sie hätten beim AZ Impfst. damals "die Beine still gehalten, damit die I.-Kampagne ja nicht unterbrochen wird". Einzelschicksale waren dem Einen oder Anderem völlig egal. Man sieht sie ja auch nicht vom Büro aus ... Hauptsache, dass Geschäft brummt. Hat denn einer unserer Besserwisser schon mal einen "Geschädigten" besucht?
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