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Zahl der HIV-Neuinfektionen gesunken

Donnerstag, 5. August 2021

/natali_mis, stock.adobe.com

Berlin – Die Zahl der Neudiagnosen mit HIV in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Für 2020 seien 2.454 neue HIV-Fälle gemeldet worden – ein Rückgang um 21 Prozent gegenüber dem Jahr 2019, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) heute in Berlin mit. Für das Jahr 2019 waren 3.111 Neuin­fektionen gemeldet worden.

Ursache könnte die Coronapandemie sein. Nach RKI-Angaben zählt zu den durch die Coronapandemie ausgelösten Faktoren ein Rückgang der Sexualpartner, insbesondere im ersten Lockdown im April und Mai vergangenen Jahres. Es habe aber auch einen Rückgang bei HIV-Tests gegeben, insbesondere bei symptomlosen Männern und Frauen.

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Außerdem habe sich die Mobilität sowohl innerhalb Deutschlands als auch mit anderen Ländern ver­ringert, was zu einem Rückgang von durch Migration und Tourismus importierten HIV-Infektionen ge­führt habe.

Neben der Coronapandemie sieht das RKI als weiteren möglichen Grund für den Rückgang den Einsatz von HIV-PrEP, die seit September 2019 von der Krankenkasse verschrieben werden kann. So sei der Rückgang der HIV-Neudiagnosen vor allem in Berlin besonders ausgeprägt – dort sei der PrEP-Gebrauch auch am weitesten verbreitet.

Das RKI fürchtet allerdings, dass der Rückgang von HIV-Testungen zu einer steigenden Zahl noch nicht diagnostizierter HIV-Infektionen geführt haben könnte. Bei einer Zunahme der sexuellen Aktivität nach Abflauen der Coronapandemie könne dies zu einem stärkeren Wiederanstieg von HIV-Neuinfektionen führen. © afp/aerzteblatt.de

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