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Politik

Holetschek will Versorgung von Post-COVID-Patienten verbessern

Mittwoch, 11. August 2021

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). /picture alliance, Tobias Hase

Erlangen – Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will die Versorgung von Menschen mit Coronalangzeitfolgen vorantreiben. „Wir wollen praktische Projekte und Ansätze finden, wie wir die Ver­sorgung fördern und damit die Behandlung für Patientinnen und Patienten optimieren können“, sagte Holetschek gestern anlässlich eines Besuchs bei Long-COVID-Grundlagenforschern im Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts in Erlangen.

Die Grundlagenforschung des Instituts und die Versorgungsforschung der Förderinitiative des Freistaats ergänzten sich gut, sagte der Minister. „Ich ermutige die Einrichtungen und Krankenhäuser sowie Netz­werke und Verbünde, sich mit innovativen Projekten zu bewerben und so gemeinsam neue Versorgungs­felder zu erschließen.“

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Jeder zehnte Erkrankte hat geschätzt mit Spätfolgen zu kämpfen. In Bayern entspräche das derzeit rund 65.000 Menschen, bundesweit etwa 370.000. Nach Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns wur­den im Freistaat im ersten Quartal 18.500 gesetzlich Krankenversicherte mit einer Post-COVID-Diagnose ambulant behandelt.

Hinzu kommen 13.500 Behandlungen nach einer akuten Erkrankung sowie etwa 500 Patienten mit Ent­zündungssyndromen in Verbindung mit Corona. Allerdings gibt es bisher keine offizielle Definition der Post-COVID-Erkrankung.

Holetschek hob die Ergebnisse der Grundlagenforschung am Max-Planck-Institut (MPI) hervor. Die Cha­rakterisierung von Blutzellen ermögliche es, rasch Veränderungen dieser Zellen aufzuspüren.

Der ge­schäftsführende Direktor des MPI, Jochen Guck, sagte, die Methode erlaube, den Zustand von Zellen zu ertasten – und eröffne so neue Möglichkeiten, nicht nur Krankheiten wie Long COVID, sondern etwa auch Krebs besser zu diagnostizieren.

Zu Long-COVID-Symptomen zählen etwa Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Atem- und Herz-Kreislauf-Beschwerden. © dpa/aerzteblatt.de

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