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Neue Informationskampagne in Berlin und Brandenburg klärt über Sepsis auf

Donnerstag, 12. August 2021

/Kateryna_Kon, stock.adobe.com

Berlin/Neuruppin – Die Sepsis-Stiftung hat zusammen mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) und anderen Partnern eine neue Aufklärungskampagne „SepWiss“ in Berlin und Brandenburg zu den Risikofaktoren und den Folgen einer Sepsis gestartet.

„Sepsis ist den meisten Menschen weitgehend unbekannt – und das, obwohl die Erkrankung häufiger vorkommt als Brust-, Prostata- und Darmkrebs zusammen und Menschen häufiger eine Sepsis erleiden als einen Herzinfarkt oder Schlaganfall“, sagte Konrad Reinhart, Projektleiter und Vorstandvorsitz­ender der Sepsis-Stiftung.

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Die Kampagne soll einen Beitrag zur Verbesserung der Sepsisfrüherkennung und -prävention leisten. Zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen gehören laut Stiftung Impfungen, zum Beispiel gegen Influen­za, Pneumokokken oder COVID-19, aber auch das Einhalten von allgemeinen Hygieneregeln und die kon­sequente Behandlung von Infektionen.

„Am wichtigsten ist es, die Frühsymptome rechtzeitig zu erkennen und schnell ärztliche Hilfe aufzu­suchen. So können tödliche Verläufe und schwere Langzeitfolgen meist verhindert werden“, so Reinhart.

An der Kampagne beteiligen sich neben der Sepsis-Stiftung die Charité – Universitätsmedizin Berlin, die medizinische Hochschule Brandenburg, das Universitätsklinikum Jena, das Robert-Koch-Institut und das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.

Die Kampagne richtet sich an Risikogruppen in Berlin und Brandenburg, um deren Wissen über Sepsis und die Präventionsmöglichkeiten zu stärken. Vor allem ältere Menschen über 60 Jahre sowie solche mit Vorerkrankungen der Lunge, der Niere oder des Herzens, einer Immunschwäche oder Diabetes, aber auch Früh- und Neugeborene sind laut den Partnern besonders gefährdet.

In den vergangenen Monaten haben die SepWiss-Projektpartner evidenzbasierte Informationsmate­ria­lien entwickelt, die sich gezielt an Risikopatienten, aber auch Gesundheitsdienst­leister richten. Dazu ge­hören Flyer, Poster und Online-Fortbildungen, die durch Multiplikatoren wie Kliniken, Arztpraxen, Apo­theken und Medien verbreitet werden sollen.

Nach Abschluss der Informationskampagne wollen die Partner auswerten, wie sich die Impfquoten und die Kenntnisse über die Frühsymptome in der Modellregion verändert haben. Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses fördert SepWiss mit rund 2,2 Millionen Euro. © hil/aerzteblatt.de

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