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Ausland

Mitsotakis: Geimpfte werden nicht für Ungeimpfte bezahlen

Freitag, 13. August 2021

Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis bei der gestrigen Pressekonferenz. /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Thanassis Stavrakis

Athen – Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat klargestellt, dass es keinen neuen Lockdown wegen Corona in dem Land geben wird. „Die Geimpften werden nicht für wenige Ungeimpfte bezahlen“, sagte Mitsotakis gestern bei einer Pressekonferenz in Athen.

Er antwortete auf die Frage, was geschehen werde, wenn die Infektionszahlen im Herbst weiter steigen: „Die Wirtschaft wird arbeiten, die Gesellschaft wird offen bleiben.“ Die Antwort auf die Delta-Variante sei nicht der Lockdown, sondern die Impfung als grundsätzliche Schutzmaßnahme sowie der gesunde Menschenverstand.

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Natürlich mache er sich Sorgen wegen der sinkenden Nachfrage nach Impfungen, sagte Mitsotakis. Er führte das auf die Sommerferien zurück – in Griechenland liegt das öffentliche Leben den August über gewöhnlich wegen der hohen Temperaturen lahm. Er sei aber sicher, dass die Impfraten im Land nach den Ferien wieder ansteigen werden. „Das ist eine gemeinsame Anstrengung, von der ich hoffe, dass wir sie alle gemeinsam angehen.“

Die griechische Regierung hatte als eine der ersten in der EU eine teilweise Impfpflicht verhängt. Sie gilt unter anderem für Beschäftigte im Gesundheitssektor und für das Militär. Athen verfügte außerdem, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu geschlossenen Räumen der Gastronomie und Unterhaltung, wie etwa Kinos und Theater, haben.

In Griechenland steigen die Coronaneuinfektionen seit Wochen an. Betroffen sind vor allem Orte, wo das Nachtleben brummt, darunter Teile von Athen und auch manche griechische Urlaubsinseln.

Auf der Insel Zakynthos und in der Stadt Chania auf Kreta gilt deshalb derzeit ein nächtliches Ausgangs­verbot. Vorgestern hatte die griechische Gesundheitsbehörde für die rund elf Millionen Einwohner des Landes 3.605 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gezählt. © dpa/aerzteblatt.de

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