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Minifabriken sollen CAR-T-Therapie automatisieren

Dienstag, 17. August 2021

/Juan Gärtner, stockadobecom

Stuttgart/Tübingen – Die Krebstherapie mit chimären Antigenrezeptoren in T-Zellen (CAR-T-Therapie) ist aufwendig. In jedem einzelnen Fall müssen den Patienten ihre eigenen Zellen entnommen, in verschie­de­nen Prozessen gentechnisch editiert und den Betreffenden schließlich wieder verabreicht werden.

Im Rahmen eines vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekts übernimmt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) nun die Aufgabe, diesen manuellen Produktionsprozess zu automatisieren.

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Das Institut arbeitet dabei mit dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut in Reutlingen sowie dem Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen zusammen.

Derzeit kostet die Behandlung eines Patienten mit dieser Zelltherapie 250.000 Euro und mehr. Die Mini­fabriken sollen direkt in den behandelnden Kliniken eingerichtet werden und langfristig dafür sorgen, dass jeder Patient, der diese Therapie braucht, sie bekommen kann – zu Kosten, die mit klassischen Be­handlungsmethoden vergleichbar sind.

Zentrales Element sind normierte Kassetten, in denen die Zellen verarbeitet werden. Sie enthalten alles, was die Zellen für ihr Überleben und Wachstum brauchen. Eingebaute Sensoren überwachen das Gesche­hen in den Kassetten. Nach außen haben sie normierte Schnittstellen und können so von Prozessie­rungs­­station zu Prozessierungsstation weitergegeben werden.

„Letztendlich repräsentiert eine dieser Kassetten einen einzelnen Patienten und enthält das Produkt für diesen Patienten“, erläuterte Andreas Traube, Leiter der Abteilung Laborautomatisierung und Bioprodukti­onstechnik am IPA. © hil/aerzteblatt.de

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