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Rückenbeschwerden bei Krankschreibungen erstmals Ursache Nummer eins

Dienstag, 17. August 2021

/fizkes, stock.adobe.com

Hannover – Rückenbeschwerden sind erstmals seit Jahren die Ursache Nummer eins für Krankschreibun­gen bei der Kaufmännische Krankenkasse (KKH). Ein Grund könnten die Arbeitsbedingungen im Home­office sein, erklärte die Krankenkasse heute.

Zu Hause fehlten laut KKH häufig ein geeigneter Schreibtisch und Bürostuhl, das lange Sitzen in unge­sunder Haltung vor dem Rechner führe zu mehr Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden.

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Die Daten der KKH aus dem ersten Halbjahr 2021 zeigen, dass bundesweit rund ein Fünftel (20,4 Pro­zent) der eingereichten Atteste auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückzuführen sind. Im ersten Corona­jahr 2020 lag der Anteil demnach noch bei 17,3 Prozent, die Jahre zuvor schwankte er zwischen 15 und 16 Prozent.

Im Vergleich zu anderen Diagnosen stieg nicht nur die Zahl der Fälle von Rückenerkrankungen, sondern auch die Krankheitsdauer: 25,4 Prozent der Fehltage führt die KKH im Jahr 2021 auf Erkrankungen des Bewegungsapparats zurück. In den Jahren zuvor schwankte der Anteil noch zwischen 22 und 23 Prozent.

Auch psychische Belastungen können laut KKH Verspannungen und Schmerzen verursachen: So schlü­gen etwa die coronabedingte Wirtschaftskrise, Existenzängste, Unsicherheit und das Gefühl des Kon­trollverlusts auf die Psyche.

Wie die KKH erläuterte, verschwimmen durch Homeoffice außerdem die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben immer mehr, etwa wenn es durch den Wegfall des Arbeitswegs vom Bett direkt an den Rechner geht und weit nach Feierabend noch berufliche Anrufe und E-Mails erledigt werden.

Die KKH ist eine der größten bundesweiten Krankenkassen mit mehr als 1,6 Millionen Versicherten. Sie wertete die Zahl der Kalendertage mit ärztlichem Attest von pflichtversicherten und freiwillig versicher­ten Mitgliedern für das erste Halbjahr 2021 aus – ohne Arbeitslose und Rentner. © afp/aerzteblatt.de

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