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Medizin

Influenza in der Schwangerschaft begünstigt Infektanfälligkeit der Nachkommen

Montag, 4. Oktober 2021

/Artem, stock.adobe.com

Hamburg – Erkranken Schwangere an einer Influenza-A, könnte dies die Entwicklung des Immunsystems der Nachkommen beeinträchtigen. In ihren frühen Lebensjahren wären diese Kinder anfälliger für Infektionen mit anderen Viren und Bakterien.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie in Nature Communications (DOI: 10.1038/s41467-021-25220-3) mit Mäusen, die Hamburger Forschende vom Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) durchgeführt haben.

Mit einem neuen Two-Hit-Mausmodell gelang es der Gruppe um Henning Jacobsen und Gülşah Gabriel erstmals, einen kausalen Zusammenhang zwischen der Virusinfektion in der Schwangerschaft und der erhöhten Vulnerabilität der Nachkommen nachzuweisen.

„Es gibt bereits mehrere unabhängige Hinweise aus humanen Studien, dass Kinder, deren Mütter eine Influenza in der Schwangerschaft hatten, in den ersten Lebensmonaten ein erhöhtes Infektionsrisiko besitzen. Bislang waren dies Assoziationsstudien“, erläutert Gabriel, Leiterin der HPI-Abteilung „Virale Zoonosen – One Health“.

Nachkommen von Mäusen, die in der frühern Schwangerschaft über die Nase mit dem Influenza-A-Virus infiziert worden waren, wuchsen langsamer und waren anfälliger für andere Infektionen, etwa mit Influenza-B-Viren oder Methicillin-resistenten Staphylococcen als Mäuse der Kontrollgruppe.

Die erhöhte Anfälligkeit für Infektionen war verbunden mit einer reduzierten hämatopoetischen Ent­wicklung und Immunantwort. Die fetalen alveolaren Makrophagen konnten Infektionen schlechter er­ken­­nen und eliminieren. Teilweise gelang es mit transferierten Alveolarmakrophagen gesunder Nach­kommen von nicht infizierten Müttern diese funktionelle Beeinträchtigung aufzuheben.

Schlüsselmoleküle, welche zu diesem erhöhten Risiko der Nachkommen von Influenza-infizierten Müttern führen, wie etwa inflammatorische Cytokine in der Lunge der Mutter, werden auch von anderen respiratorischen Viren induziert (unter anderem von SARS-CoV-2)

„Diese Studien zeigen wiederholt, dass schwangere Frauen einen besonderen Schutz in Epidemien und Pandemien brauchen, um sich selbst, aber auch die nächste Generation zu schützen“, unterstreicht Gabriel die Erkenntnisse. © EB/gie/aerzteblatt.de

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