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DocMorris-Mutter Zur Rose schreibt weiter Verlust

Mittwoch, 18. August 2021

/picture alliance, KEYSTONE, WALTER BIERI

Frauenfeld – Die schweizerische DocMorris-Konzernmutter Zur Rose ist im ersten Halbjahr 2021 tiefer in die Verlustzone gerutscht als erwartet. Viel Geld floß in eine Marketingkampagne im Zusammenhang mit der Einführung des E-Rezepts in Deutschland. Hinzu kamen Sonderkosten wegen Übernahmen und Re­strukturierungen.

Unter dem Strich stand bei der Online-Apotheke ein Nettoverlust von rund 77 Millionen Schweizer Franken (rund 71,8 Millio­nen Euro), wie das Unternehmen in Frauenfeld mitteilte. Im Vorjahr hatte das Minus rund 52 Millionen Fran­ken betragen.

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Inklusive der übernommenen Versand- und Diabetesgeschäfte der deutschen Apothekenfirma Apotal und der ebenfalls zugekauften deutschen Versandapotheke Medpex kletterte der Umsatz um rund 23 Prozent auf 998 Millionen Franken.

Damit liegt Zur Rose oberhalb der angepeilten 20 Prozent und hat gegenüber dem ersten Quartal an Dyna­mik gewonnen: Von Januar bis März hatte das Wachstum noch bei knapp 18 Prozent gelegen.

In diesem Jahr will sich das Unternehmen vor allem auf die flächendeckende Einführung des elektroni­schen Rezepts in Deutschland ab Anfang 2022 vorbereiten. Schon ab Mitte des Jahres geht das Unterneh­men nach früheren Aussagen von ersten Erlösen aus.

Mit dem E-Rezept entfällt die Hürde für Kunden, ein Papierrezept einzusenden, um von Online-Apotheken rezeptpflichtige Arzneien zu bekommen. Die Gruppe zählt 10,3 Millionen Kunden auf dem deutschen Markt. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #109
Claas Hüttenrauch
am Mittwoch, 18. August 2021, 20:59

Betriebsergebnis liegt noch einmal deutlich unter dem vom Vorjahr

"Schweizer Zur-Rose-Gruppe will im zweiten Halbjahr 2021 ihr Hauptaugenmerk auf die Einführung des E-Rezepts setzen. Das geht aus einer Mitteilung anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Halbjahr hervor. Die DocMorris-Mutter plant demnach den Umsatz in diesem Bereich künftig deutlich zu steigern. Der Konzern, der sich nach eigener Aussage „Schritt für Schritt von einer reinen E-Commerce-Apotheke hin zu einem umfassenden Gesundheitsdienstleister und Healthtech-Anbieter“ wandelt, schreibt allerdings weiterhin tiefrote Zahlen. .."
www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/08/18/docmorris-mutter-zur-rose-fokus-auf-e-rezept-und-neukundengewinnung?utm_campaign=kurzNach6&utm_source=20210818&utm_medium=newsletter&utm_keyword=article
Avatar #88767
fjmvw
am Mittwoch, 18. August 2021, 20:36

Das ist eine Wette auf die Zukunft.

Die TV-Spots von DocMorris werden en masse geschaltet. Das eRezept ist aber noch nicht am Start.

Wenn DocMorris bzw. Zur Rose Pech hat, hat DocMorris das Feld über die Werbung für die online-Apotheken beackert - und Amazon wird die Ernte einfahren, falls Amazon in den online-Versand von Medikamenten einsteigt. Dass Amazon einsteigen wird, dürfte nur eine Frage der Zeit sein.

Eine spannende Entwicklung.
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