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Krankenhaus­gesellschaft Niedersachsen sieht Investitionsstau

Mittwoch, 18. August 2021

Hans-Heinrich Aldag, Vorsitzender der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft./picture alliance, Sebastian Gollnow

Hannover – Die niedersächsischen Krankenhäuser stehen nach Angaben der Krankenhausgesellschaft vor einem massiven Investitionsstau. 41 dringend notwendige Bauprojekte von Kliniken würden derzeit we­gen fehlender Investitionen des Landes nicht umgesetzt, teilte die niedersächsische Krankenhaus­gesell­schaft (NKG) heute in Hannover mit.

Der Investitionsstau im Krankenhausbau sei demnach mit 2,2 Milliarden Euro so hoch wie nie zuvor. Mittelfristig gefährde diese Situation die stationäre Versorgung, teilte der Verband mit. Die Kranken­haus­­gesellschaft appellierte an die Landesregierung, die Investitionen zu verdoppeln.

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„Die vom Land zur Verfügung gestellten Fördermittel für Baumaßnahmen in Höhe von derzeit 120 Millio­nen Euro jährlich reichen nicht ansatzweise aus, um die anfallenden Investitionskosten der Krankenhäu­ser zu decken“, teilte der Vorsitzende der Krankenhausgesellschaft, Hans-Heinrich Aldag, mit.

Eine vor Kurzem in Aussicht gestellte Anhebung der Mittel um 30 Millionen Euro sei grundsätzlich be­grüßenswert, aber mit Blick auf den Investitionsstau unzureichend. Die Fördermittel des Landes für dieses Jahr reichten demnach nur aus, um bereits begonnene Baumaßnahmen fortzuführen.

41 weitere Bauprojekte sind laut Krankenhausgesellschaft als bedarfsnotwendig anerkannt und bereits abschließend baufachlich geprüft. Wegen der fehlenden Investitionen hingen diese aber in der Warte­schleife.

Die Krankenhäuser seien auf Investitionen des Landes angewiesen, um in die Jahre gekommene Infra­struk­tur zu modernisieren, teilte die Geschäftsführerin Finanzen und Infrastruktur am KRH Klinikum Region Hannover, Barbara Schulte, mit. „Kliniken sind nicht mehr in der Lage, ausreichend Gewinne zu erwirtschaften, um diese Maßnahmen aus Eigenmitteln zu finanzieren.“ © dpa/aerzteblatt.de

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