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Medizin

Studie: Impfschutz vor Delta-Infektion ist nach Astrazeneca zunächst schwächer

Donnerstag, 19. August 2021

/mbruxelle, stock.adobe.com

Oxford – Die Schutzwirkung der beiden Coronaimpfstoffe BNT162b2 von Biontech/Pfizer und AZD1222 von Astrazeneca fällt gegen die Delta-Variante schwächer aus als gegen die Alpha-Variante. Dies zeigen die laufenden Ergebnisse einer repräsentativen Studie der britischen Behörden, die jetzt als Pre­print ver­öffentlicht wurden. Vor allem die Coronavakzine von Astrazeneca weist zunächst Lücken auf.

Das britische „Office for National Statistics“ (ONS) prüft seit Beginn der Epidemie in einer repräsentativen Stichprobe die Häufigkeit von SARS-CoV-2 in der Bevölkerung. Bei den Teilnehmern werden monatlich Abstriche im PCR-Test auf SARS-CoV-2 untersucht.

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Während der Delta-Ära – in der Studie die Zeit vom 17. Mai bis 1. August 2021 – wurden bei 359.000 Teil­nehmern in 213.825 Haushalten 3.123 Neuinfektionen gefunden. Da auch die Impfungen notiert werden, liefert die Studie Echtzeitdaten zur Wirksamkeit der Impfstoffe gegen die jeweils vorherrschende Virus­variante.

Bei den Personen, bei denen die 2. Dose von BNT162b2 mindestens 14 Tage zurück lag, beträgt die Impf­stoffwirksamkeit derzeit 80 %. Das ist sogar tendenziell besser als während der Dominanz der Alpha-Variante (1. Dezember bis 16. Mai), als die Impfstoffwirksamkeit von BNT162b2 bei 78 % lag.

Die Impfstoffwirksamkeit von AZD1222 ist in der Delta dominierten Periode dagegen auf 67 % abge­fall­en gegenüber 79 % in der Alpha dominierten Periode. Sie ist damit sogar tendenziell niedriger als die Schutzwirkung einer natürlichen Infektion, die Koen Pouwels von der Universität Oxford und Mitarbeiter mit 72 % angeben.

Auch die Schutzwirkung vor Infektionen mit einer hohen Virusausscheidung (Ct-Wert unter 30) ist zu­rück­gegangen: Bei BNT162b2 von 94 % auf 84 % und bei AZD1222 von 86 % auf 70 %. Es gibt also mehr Menschen, die bei einer Durchbruchinfektion größere Virusmengen ausscheiden.

Nachgelassen hat auch die Schutzwirkung vor symptomatischen Infektionen. Bei BNT162b2 kam es zu einem Abfall von 97 % auf 84 % und bei AZD1222 von 97 % auf 71 %. Auch wenn die Umfrage bei Perso­nen durchgeführt wurde, die zuhause untersucht wurden, könnte der nachlassende Schutz vor sympto­ma­ti­schen Infektionen erklären, warum es zur Zeit zu einem Anstieg von schweren Verläufen auch bei geimpften Personen kommt.

Der Nachteil von AZD1222 scheint mit der Zeit nachzulassen, weil die Impfstoffwirksamkeit von BNT162b2 schneller zurückgeht. Die Erfahrungen sind hier wegen der kurzen Beobachtungszeit noch unklar.

Bei einer Extrapolation wäre die Impfstoffwirksamkeit gegen eine Infektion nach 139 Tagen (4,6 Monate) Dosis und gegen eine symptomatische Infektion nach 116 Tagen (3,8 Monate) gleich, schreibt Pouwels. Die nachlassende Schutzwirkung deutet jedoch darauf hin, dass bei beiden Impfstoffen nach einer gewissen Zeit eine Auffrischung notwendig werden könnte. © rme/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #801950
psych12
am Montag, 23. August 2021, 14:24

Was kommt nun?

Teile der Bevölkerung auszugrenzen wird nicht nur vorübergehenden Spaltung erzeugen sondern wahrscheinlich etwas dauerhaftes manifestieren. Wird durch die Spaltung nun " die Basis" entstehen? Werden sich Menschen die ausgegrenzt werden aus der Gesellschaft in Parallelgesellschaften zurückziehen ? Werden wir neue Extreme bekommen?
Auch wenn ich optimistisch bin das wir alles wieder hinbekommen können so bleibt doch ein Auge in Sorge vor dem Ungewissen.

Millionen werden als Querdenker, Aluhutträger Covidioten bezeichnet. Ihre Demos werden mit einem enormen Aufwand an Polizei versucht zu disziplinieren. Im Gegensatz dazu werden Umzüge wieder CSSD freizügig ohne sichtbarem einschreiten der Polizei zugelassen. das funktionieren von Demokratie mist sich immer an Extremsituationen und der Gelassenheit des Staates. Diese konnte man in den Fällen aber nicht erkennen.
Avatar #801950
psych12
am Montag, 23. August 2021, 14:18

Impfpflicht

Nach der bisherigen Lage wird nun jeder Mensch mehr oder weniger durch den Druck der ausgeübt wird zu einer Impfung gedrängt. Kritischer Austausch stellt sich erschwert dar. Große Plattformen löschen jeden Beitrag der sich tendenziell kritisch zu den Impfungen gegen Covid 19 äußert. Menschen die kein Vertrauen in die neue Art der Impftechnologie haben , werden noch ein wenig Geduld aufbringen müssen. Der erste EU Totimpfstoff von Impfstoff-Hersteller Valneva steht in den Startlöchern. Letztlich kann man aber sagen das der bisherige Impfstoff gegen Delta nicht so effizient zu wirken scheint wie man es laut verkündet hatte. Auch die Häufigkeit Übertragung auch durch asymptomatische Verläufe ist unklar. Wenn man von 30-60% Impfdurchbrüchen spricht sind das ja lediglich Werte von erfassten Infektionen. Die Menschen die ohne Symptome infiziert sind und nicht erkranken können nur als Dunkelziffer geschätzt werden. Im gesamten könnte dies darauf hindeuten das der Impfstoff nicht gehalten hat was versprochen wurde. Allerdings wurden durch die Impfungen nun viele Erkenntnisse zu den Nebenwirkungen erfasst und so die Forschung an der neuen Impftechnologie beschleunigt. Der Preis der hierfür bezahlt wurde, wird sicherlich noch Generationen beschäftigen. Der gesamtgesellschaftliche Schaden besonders auch durch die Maßnahmen werden es nötig machen viel zu verzeihen. Das Vertrauen das beschädigt wurde insbesondere auch in Institutionen wie STIKO ist nicht wieder herzustellen. Die Politik hat einen Scherbenhaufen hinterlassen. Sie hat Spaltung hinterlassen. Sie hat Fragen hinterlassen die tief in das eingehen was unsere Grundfesten der Gesellschaft ausmachen. Die Pandemie ist am abklingen und es sind viele Impfdosen bestellt worden. 200 Mio. für das nächste Jahr. Wie viele werden davon vernichtet werden müssen. Viele Baustellen sind offengelegt worden und ich glaube nicht das wir wieder in eine Normalität zurückfinden. Die Flüchtlingspolitik ohne Augenmaß hat die AFD erzeugt.
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