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Systemische Therapie für Kinder und Jugendliche bald Kassenleistung?

Freitag, 20. August 2021

/Studio Romantic, stock.adobe.com

Berlin/Köln – Die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) sowie die Systemische Gesellschaft (SG) haben gefordert, systemische Therapie für Kinder und Jugendliche schnellstmöglich als Kassenleistung zuzulassen.

Im Vorfeld hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, die Aufnahme der Systemischen Therapie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Kinder und Jugendli­che zu prüfen.

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Die Überprüfung für den Bereich der systemischen Erwachsenenpsychotherapie hatte der G-BA bereits im November 2018 erfolgreich abgeschlossen. Systemische Therapie bezieht den sozialen Kontext der Patienten in besonderer Weise mit ein und arbeitet mit Lösungsmöglichkeiten, die in Familien und sozialen Gruppen angelegt sind.

„In der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie ist Systemische Therapie schon seit vielen Jahren weit verbreitet und unverzichtbar“, sagte DGSF-Vorsitzender Filip Caby. Es sei an der Zeit, dieses hochwirksame Verfahren auch Kindern und Jugendlichen außerhalb von Kliniken zugänglich zu machen.

Die wissenschaftliche Anerkennung der Systemischen Therapie als Psychotherapieverfahren für alle Altersgruppen wurde bereits 2008 durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie ausgesprochen.

Für eine Übernahme der Behandlungskosten von Kindern und Jugendlichen fehlte bislang noch das Votum des G-BA. Dies sei nun in greifbare Nähe gerückt, begrüßen die systemischen Fachverbände. © hil/sb/aerzteblatt.de

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