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Coronaimpfung: Plädoyer für Einzelimpfdosen statt Sechserpack

Freitag, 20. August 2021

/picture alliance / ZUMAPRESS.com, Tunahan Turhan

Düsseldorf – Aufgrund der in Kürze anstehenden Auffrischimpfungen gegen SARS-CoV-2 hat sich die Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) dafür ausgesprochen, das Vakzin nicht nur als Sechser­mischungen auf den Markt zu bringen. Ziel sei ein effizienterer Impfstoffeinsatz.

„Mitunter genügen auch ein oder zwei Dosen, es muss nicht immer ein Impf-Sechserpack sein“, sagte KVNO-Chef Frank Bergmann. Praxen sollten künftig unbedingt die Freiheit bekommen, zielgenauer planen zu können.

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Aus Sicht der KVNO muss es daher möglich sein, dass niedergelassene Ärzte einzelne Impfdosen statt nur Vials für gleich sechs Impfungen bestellen können – auch um unnötigen Verwurf von Impfstoff­dosen zu verhindern.

„Hersteller wie Biontech und Moderna haben angekündigt, dass es mindestens noch mehrere Monate dauern wird, bis Einzelampullen hergestellt werden“, sagte Bergmann. „Das ist unserer Ansicht nach zu lang.“ Man sehe Politik und Hersteller in der Pflicht, zu schnelleren Ergebnissen zu kommen. „Wir benötigen die Einzeldosen bereits zu einem deutlich früheren Zeitpunkt“, mahnte Bergmann.

Der KVNO-Vorstandsvorsitzende begründet das unter anderem mit vielen Rückmeldungen aus den nordrheinischen Praxen. Die hätten klargemacht, dass sie unbedingt verantwortungsvoll mit Impfstoffen umgehen wollten.

Nach einer aktuellen Umfrage des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung unter niederge­lassenen Ärzten (ZI) können fast fünf Prozent aller gelieferten Impf-Vials bis Ende August nicht mehr ver­braucht werden.

Das heißt sie werden verfallen und müssen entsorgt werden. „Das kann nicht im Sinne aller Beteiligten sein. Diese Zahlen belegen zusätzlich noch einmal, wie wichtig es sein wird, dass Praxen so zeitnah wie möglich die Freiheit bekommen, mit kleineren Impfmengen bzw. Einzeldosen zu planen zu können“, betonte Bergmann. © may/EB/aerzteblatt.de

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