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Politik

Griechische Urlaubsinseln werden Corona­hochrisikogebiete

Freitag, 20. August 2021

/picture alliance, ANE, Eurokinissi, Stefanos Rapanis

Berlin – Wegen steigender Coronainfektionszahlen stuft die Bundesregierung Kreta und weitere griechi­sche Urlaubsinseln ab dem kommenden Dienstag als Hochrisikogebiet ein. Bereits übermorgen werden die Kanarischen Inseln sowie Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen, wie das Robert-Koch-Institut heute mitteilte.

Einreisende aus Hochrisikogebieten, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Qua­ran­täne. Sie können sich aber nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Für vollständig Geimpfte und Genesene gibt es keine Quarantänepflicht.

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Neben Kreta wird in Griechenland die südliche Ägäis mit Urlaubsinseln wie Rhodos, Kos, Mykonos oder Naxos als Hochrisikogebiet eingestuft. Diese zurzeit von Touristen vollen Inseln gelten unter anderem wegen ihres intensiven Nachtlebens als Keim der Coronaausbreitung in Griechenland.

Die Regierung in Athen versucht, mit Mini-Lockdowns die Lage in den Griff zu bekommen. Auf Kreta gilt bis auf Weiteres ein Ausgehverbot zwischen 1 Uhr bis 6 Uhr für die beliebten Urlaubsregionen von Cha­nia, Rethymno und Iraklio. Ausnahmen gibt es nur in Notfällen und für in der Nacht Arbeitende. Zudem darf in Lokalen keine Musik mehr gespielt werden. Damit soll vermieden werden, dass die Menschen dicht beieinander tanzen.

Diese Maßnahmen gelten auch für andere kleinere Inseln. In den meisten Fällen gelten sie für ein bis zwei Wochen – bis die Zahl der Neuinfektionen sinkt. Gestern hatte die griechische Gesundheitsbehörde für das rund elf Millionen Einwohner zählende Land 3.273 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert, 20 Menschen starben.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko einge­stuft. Anders als früher sind dafür aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Coronalage.

Nach den neuen Einstufungen wird es rund 70 Länder geben, die ganz oder teilweise als Hochrisiko­gebiete eingestuft sind. Spanien ist bisher ganz Hochrisikogebiet. Neben den Kanaren und Katalonien werden übermorgen Valencia, Kastilien-La Mancha und Asturien von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen.

eitere neue Hochrisikogebiete sind ab übermorgen in Irland die Regionen Border und West, auf dem Balkan das Kosovo und Nordmazedonien und Dominica in der Karibik. Brasilien wird vom Virusvarianten­gebiet mit noch härteren Quarantänevorschriften zum Hochrisikogebiet heruntergestuft. Ganz von der Risikoliste gestrichen werden Andorra und Uruguay, das bisher Virusvariantengebiet war. © dpa/aerzteblatt.de

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