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Spürhunde erkennen Coronainfektion an Urin, Speichel und Schweiß

Montag, 23. August 2021

/picture-alliance, Klaus-Dietmar Gabbert

Hannover – Spezielle Spürhunde können einer deutschen Untersuchung zufolge eine Coronainfektion mit hoher Genauigkeit erschnüffeln. Der Erfolg der Hunde ist dabei unabhängig davon, ob ihnen eine Urin-, Speichel- oder Schweißprobe vorgelegt wird, wie es in einer Mitteilung der Tierärztlichen Hoch­schule Hannover (TiHo) heißt.

Die Forscher um Paula Jendrny, Friederike Twele und Sebastian Meller von der TiHo veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachblatt BMC Infectious Diseases ( BMC Infect Dis 21, 707 (2021), DOI: 10.1186/s12879-021-06411-1)

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Für die Studie hatte das Forschungsteam zehn spezialisierte Spürhunde der Bundeswehr eingesetzt. Sie seien nach einem Training in der Lage gewesen, 92 Prozent der mehr als 5.000 vorgelegten Proben kor­rekt zu identifizieren.

„Für medizinische Spürhunde scheinen alle getesteten Körperflüssigkeiten in ähnlicher Weise geeignet zu sein, um SARS-CoV-2-Infizierte zuverlässig zu erkennen“, heißt es in der Mitteilung.

Hunde werden zunehmend in mehreren Bereichen der medizinischen Forschung zur Geruchserkennung eingesetzt. Sie sind in der Lage, infektiöse und nicht infektiöse Krankheiten wie verschiedene Krebsarten, Malaria, bakterielle und virale Infektionen zu erkennen.

Die Studie ist in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf entstanden.

Auch in anderen Ländern werden Coronaschnüffelhunde ausprobiert. So konnten sich beispielsweise am Flughafen der finnischen Hauptstadt Helsinki bis Ende Mai Freiwillige von acht Coronaspürhunden auf das Coronavirus testen lassen. Die Tiere untersuchten mit ihren Nasen Tücher, die die Probanden sich zuvor über die Haut gestrichen hatten.

In Frankreich arbeitet Golden Retriever Pokaa in einem elsässischen Altenheim. Das zwei Jahre alte Tier soll dabei helfen, Infektionen in der Einrichtung schnell und sicher zu erkennen. Die zu testenden Per­sonen drücken sich eine Zeit lang ein Baumwolltüchlein unter die Achsel. Die Tücher kommen anschlie­ßend einzeln in durchlöcherte Metallboxen, die Pokaa dann abschnüffelt. © dpa/aerzteblatt.de

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