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Politik

Bundesregierung sieht sich bei der Stärkung der Pflege auf dem richtigen Weg

Montag, 23. August 2021

/picture alliance, Jan Woitas

Berlin – Drei Jahre nach dem Start ihrer „Konzertierten Aktion Pflege“ hat die Bundesregierung eine po­sitive Bilanz der Reformbemühungen gegen den Pflegenotstand gezogen. Es gebe mehr Auszubil­dende, eine bundeseinheitliche Personalbemessung und tarifliche Entlohnung, betonten die beteiligten Ministe­rien in Berlin.

„Pflege war, ist und bleibt in einer alternden Gesellschaft eines der wichtigsten gesundheitspolitischen Themen. Das hat die Pandemie uns allen deutlich vor Augen geführt“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), bei der Veröffentlichung des zweiten Umsetzungsberichtes der Konzertierten Aktion. „Im Krankenhaus wird nicht mehr auf dem Rücken der Pflegekräfte gespart. Der Mindestlohn wurde an­ge­hoben. Und auch Altenheime müssen künftig nach Tarif bezahlen“, betonte er.

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Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) unterstrich, ab September 2022 werde die Zulassung einer Pflege­ein­richtung davon abhängig sein, dass sie in Höhe eines Tarifvertrags bezahle. „Davon profitieren rund eine halbe Million hart arbeitende Männer und Frauen in der Altenpflege“, sagte er.

Laut dem Bericht ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Pflege in dieser Legislaturperiode kontinuierlich gestiegen, in der Altenpflege zum Beispiel um zehn Prozent bis 2020.

Auch die Ausbildung wird laut dem Bericht attraktiver: Insgesamt haben danach 57.294 Auszu­bildende im Jahr 2020 mit der neuen generalistischen Pflegeausbildung begonnen. Die Zahl der begonnenen Pflegefachausbildungen ist seit Beginn dieser Legislaturperiode um 13,5 Prozent gestiegen.

„Pflege ist ein Zukunftsberuf. Ich freue mich, dass Sie sich für diesen Weg entschieden haben. Gemeinsam mit den Partnern der Ausbildungsoffensive Pflege werden wir uns auch weiterhin für die erfolgreiche Etablierung der neuen Pflegeausbildung einsetzen“, sagte Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD).

In dieser Legislaturperiode betrug der Lohnzuwachs in der Altenpflege laut dem Bericht 15,6 Prozent sowie in der Gesundheits- und Krankenpflege 9,8 Prozent bis 2020. Damit liege die Lohnent­wicklung der beruflich Pflegenden deutlich über der durchschnittlichen Lohnentwicklung aller Branchen mit einem Gesamtanstieg von 6,8 Prozent.

Das Bundesministerium für Gesundheit, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hatten die Konzertierte Aktion Pflege im Juli 2018 ins Leben gerufen, um den Arbeitsalltag von Pflegekräften zu verbessern.

Zusammen mit den Ländern, Pflegeberufs- und Pflegeberufsausbildungsverbänden, Verbänden der Pfle­ge­­einrichtungen und Kranken­häuser, den Kirchen, Pflege- und Krankenkassen, Betroffenenverbänden, der Berufsgenossenschaft, der Bundesagentur für Arbeit sowie den Sozialpartnern wurden in fünf Arbeits­grupp­en Maßnahmen verein­bart. © hil/dpa/aerzteblatt.de

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