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Forschungsallianz stellt Strategien zur Entwicklung neuer Antibiotika vor

Montag, 23. August 2021

/sebastianreuter, stock.adobe.com

Saarbrücken/Braunschweig – Neue antimikrobielle Wirkstoffe werden bekanntlich dringend benötigt, aber die Investitionen dazu sind im Vergleich zum Bedarf niedrig. Die „International Research Alliance for Antibiotic Discovery & Development“ (IRAADD) hat nun Strategien vorgestellt, um die Forschung zu stärken.

Der Beitrag, an dem Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) federfüh­rend beteiligt sind, ist in der Fachzeitschrift Nature Reviews Chemistry erschienen (DOI: 10.1038/s41570-021-00313-1).

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„Während derzeit fast 4.000 Krebsmedikamente in der Entwicklung sind, befinden sich gegenwärtig nur 30 bis 40 neue antimikrobielle Wirkstoffe in der klinischen Prüfung“, sagte Rolf Müller, Direktor des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), einem Standort des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung und DZIF-Koordinator für neue Antibiotika.

Weniger als ein Viertel dieser Medikamente in der Entwicklungspipeline stellten eine neue Klasse von Wirkstoffen dar oder weisen neue Mechanismen auf. Die Allianz schlägt in ihrem Positionspapier kurz- und langfristige Lösungswege vor, um das Problem der Resistenzen nachhaltig anzugehen und die Medi­kamentenpipeline zu füllen.

Die Wissenschaftler fokussieren dabei auf drei große Themenbereiche: die Entdeckung von neuen Wirk­stoffen auf der Basis von synthetischen, niedermolekularen Substanzen und ihre Optimierung bis hin zu klinischen Studien.

Als Zweites die Entwicklung von neuen Wirkstoffen auf Basis von Naturstoffen, deren Erfolg insbesonde­re von neuen innovativen Verfahren abhänge, und drittens die möglichen Hemmnisse und die Optimie­rungsmöglichkeiten vom Wirkstoffkandidaten zum Medikament.

„Bakterien, die gegen mehrere Medikamente resistent sind, können zu einer ebenso großen Bedrohung werden wie die aktuelle Coronapandemie, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird. Die Frage ist nicht ob, sondern wann es passiert“, warnt Müller. © hil/aerzteblatt.de

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