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Ärzteschaft

Fachärztliche Labore erwarten 2022 intensive Kostendebatte

Dienstag, 24. August 2021

/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Uncredited

Berlin – Die Labormediziner in Deutschland erwarten im kommenden Jahr eine intensive Diskussion um die Kosten im Gesundheitswesen. Das erklärte der Erste Vorsitzende des Verbandes „Akkreditierte Labore in der Medizin“ (ALM), Michael Müller, auf einer Online-Veranstaltung vor Journalisten.

Der ALM stellte ein Positionspapier zur Bundestagswahl 2021 vor. Gerade während der Hochzeit der Pan­demie hätten die Mitarbeiter in den Laboren Enormes geleistet, betonte der stellvertretende Vorsitzen­de des Verbandes, Jan Kramer. „Ihre und unsere Arbeit gilt es, für die Zukunft zu sichern“, betonte er.

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In seinem Positionspapier geht der Verband auf fünf Themenbereiche ein: Wichtig sei zunächst, die Wert­schätzung der speziellen Facharztgebiete der diagnostischen Medizin im Labor zu erhalten und auszu­bauen. Der Verband nennt in diesem Zusammenhang die Laboratoriums­medizin, die Mikrobiologie, die Virologie und die Infektionsepidemiologie sowie die Humangenetik und die Transfusionsmedizin.

Bedeutsam sei zweitens, die Bedeutung der etablierten effizienten Strukturen im Bereich der Labordia­gnos­tik zu erhalten und auszubauen. „Dazu gehört die vielfältige Struktur von fachärztlichen Laboren von der Gemeinschaftspraxis über Verbundstrukturen bis hin zu überregional tätigen leistungsstarken Unter­neh­mensstrukturen“, heißt es in dem Papier.

Der Verband betonte – drittens – diagnostische Medizin mit und aus dem Labor sei eine fachärztliche Aufgabe, die wesentlich zu einer hohen Qualität und Sicherheit in der Versorgung der Bevölkerung beitrage. „Der in der Pandemie erleichterte Zugang zur Leistungserbringung auch für nicht fachärztliche Leistungserbringer hat gezeigt, dass dies zulasten der Qualität gehen kann“, warnen die Autoren des Papiers.

Der ALM geht viertens auf die Ausbildung nichtärztlicher Fachkräfte ein. Wichtig sei mehr „Durchlässig­keit der verschiedenen medizinnahen Assistenzberufe sowie vor dem Hintergrund der fortschreitenden Automatisierung einiger Methoden eine Überprüfung, für welche Tätigkeiten welche Qualifikation benö­tigt wird“, so der ALM.

Ein weiteres Thema ist die Digitalisierung. „Die fachärztlichen Labore sind in der Patientenversorgung Vorreiter in der Entwicklung, Etablierung und auch Unterstützung von digitalisierter Kommunikation zwischen ihnen und Arztpraxen, Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen im Gesundheitswesen. Die bereits initiierten Projekte und Entwicklungen sind rasch voranzutreiben und auf der Grundlage gemach­ter Erfahrungen weiter zu verbessern“, so die Forderung. © hil/aerzteblatt.de

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