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Tumorkonferenz: Für viele Patienten hilfreich, aber nicht für alle

Freitag, 27. August 2021

/Monet, stock.adobe.com

Oldenburg – Bisher bieten in Deutschland einzelne Brust- und gynäkologische Zentren ihren Patien­tinnen die Möglichkeit, an Tumorkonferenzen teilzunehmen. Ein Team der Universität Oldenburg (UOL) sowie der Universitätskliniken Bonn (UKB) und Köln hat in einer von der Deutschen Krebshilfe geför­derten Studie untersucht, ob Krebspatientinnen von einer solchen Teilnahme profitieren.

Die Arbeitsgruppe berichtet darüber im Fachmagazin Cancer Medicine (2021; DOI: 10.1002/cam4.4213).
International werde verstärkt nach Möglichkeiten gesucht, Betroffene stärker an der Planung ihrer The­rapie zu beteiligen, erläutert die Oldenburger Versorgungsforscherin und Erstautorin der Studie, Lena Ansmann.

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Die Forscher befragten 87 Patientinnen mit Brustkrebs oder einem gynäkologischen Tumor vor und di­rekt nach ihrer Teilnahme an einer Tumorkonferenz sowie vier Wochen später. Zum Vergleich befragten sie 155 Erkrankte, die nicht an der sie betreffenden Tumorkonferenz teilnahmen.

Außerdem beobachtete das Team 317 Fallbesprechungen in Tumorkonferenzen – direkt sowie mit Hilfe von Video- und Tonaufzeichnungen. An 95 dieser Fallbesprechungen waren Betroffene beteiligt.

Aus den Befragungen ging hervor, dass die Erkrankten eine eher passive Rolle in den Konferenzen spiel­ten. 61 Prozent gaben aber an, bei der Entscheidung zur Therapie beteiligt zu sein. Insgesamt nahmen die meisten Patientinnen die Konferenzen als eher positiv wahr, empfanden sie etwa als informativ und empfahlen die Teilnahme weiter.

Einige Betroffene berichteten allerdings, dass die Konferenzen bei ihnen Angst und Verunsicherung ausgelöst haben – ein Umstand, den künftige Untersuchungen stärker in den Blick nehmen müssten, betont Ansmann. © hil/aerzteblatt.de

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