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Im Fall von Koch­salz-Injektionen: Durchsuchungen in Friesland

Donnerstag, 26. August 2021

Zivilpolizisten tragen vor dem DRK-Gebäude Kartons in ein Zivilfahrzeug der Polizei. In den Morgenstunden durchsuchten Beamte mehrere Gebäude des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Friesland. Die Soko „Vakzin“ hat bei ihren Ermittlungen weitere Unregelmäßigkeiten festgestellt./dpa, Markus Hibbeler

Oldenburg – Bei den Ermittlungen wegen möglicher Impfungen mit Kochsalzlösungen hat die Polizei heute Morgen mehrere Räumlichkeiten durchsucht. Die Durchsuchungen fanden vor allem im Landkreis Friesland in Niedersachsen statt, teilte das Polizeipräsidium Oldenburg mit.

Die Beamten der Ermittlungsgruppe „Vakzin“ suchten demnach in mehreren Impfzentren nach Beweis­mitteln. Ein Polizeisprecher sagte heute Vormittag, es gehe bei den Durchsuchungen um den Verdacht des Abrechnungsbetruges. Weitere Details sollten im Lauf des Tages bekanntgegeben werden.

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Ermittelt wird gegen eine examinierte Krankenschwester. Sie hatte eingeräumt, am Impfzentrum in Schortens am 21. April sechs Spritzen für Coronaschutzimpfungen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben.

Ihr war beim Anmischen ein Fläschchen mit Impfstoff runtergefallen, was sie nach eigener Aussage ver­tuschen wollte. Am 10. August hatten Kreis und Polizei dann mitgeteilt, dass nach weiteren Zeugenaus­sagen nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Frau weitere Spritzen mit Kochsalzlösungen aufge­zogen habe.

Um die möglicherweise fehlenden Impfungen nachzuholen, sollen daher knapp zehntausend Betroffene als Vorsichtsmaßnahme nachgeimpft werden. © dpa/aerzteblatt.de

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