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Politik

Spezifikation für TI-Messenger soll im Oktober veröffentlicht werden

Montag, 30. August 2021

/stock.adobe.com

Berlin – Künftig soll es ein sicheres und anbieterübergreifendes Messaging im Gesundheitswesen geben – den TI-Messenger. Wie die Gematik heute mitteilte, soll die Spezifikation zur ersten Ausbaustufe des Messengers im Oktober veröffentlicht werden.

Auf der Basis der Spezifikation sollen Industriepartner und Dritte eigene Messenger-Lösungen entwi­ckeln und ihren Kunden nach Zulassung durch die Gematik anbieten können. Ein entsprechendes Kon­zept­papier hatte die Gematik im August vorgestellt.

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„Bisher gibt es auf dem Markt Insellösungen, die für den Versand sensibler Patientendaten geeignet sind. Was bislang fehlt ist die Möglichkeit, Personen aus dem Gesundheitssektor zu erreichen, unabhängig davon, welchen Messenger-Anbieter sie verwenden. Mit dem TI-Messenger ändert sich das“, erklärte Eric Grey, Produktmanager der Gematik. Man wolle frühzeitig den Dialog mit Nutzern und Herstellern führen, um gemeinsam passende Lösungen zu entwickeln.

Der TI-Messenger wird zunächst für Beschäftigte, die im Gesundheitssektor arbeiten und entweder über einen Heilberufsausweis verfügen oder in einer Institution arbeiten, die per sogenannter SMC-B-Karte an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen ist, neue Kommunikationsmöglichkeiten ermöglichen.

Ab 2023 soll der TI-Messenger auch Versicherten zur Verfügung stehen, die damit über einen schnellen Kommunikationskanal – zum Beispiel zu ihrer Kasse oder der behandelnden Praxis verfügen werden.

Wie der TI-Messenger entwickelt wird und der entsprechende Zeitplan dazu sind im Digitale-Versor­gungs-und Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) geregelt. Die erste Stufe des TI-Messengers soll den Grundstein für einen Messenger-Dienst legen, der zunächst die Kommunikation zwischen Beschäftigten im Gesundheitssektor „auf dem kurzen Dienstweg“ ermöglicht.

Im April 2022 soll die Spezifikation für einen Messenger-Dienst folgen, der auch von Versicherten ge­nutzt werden kann. Geplant ist, dass die Krankenkassen ihren Versicherten einen TI-Messenger über ihre Kassen-Apps anbieten.

Damit steht dann auch Patientinnen und Patienten ein schneller und sicherer Kommunikationsweg zur Verfügung. Eine weitere künftige Ausbaustufe sieht unter anderem Videochat-Möglichkeiten vor. © aha/EB/aerzteblatt.de

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