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Medizin

Warum eine Fettleber die Bildung von Nierensteinen begünstigt

Freitag, 19. November 2021

/decade3d, stock.adobe.com

Dortmund – Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist die häufigste Lebererkrankung in den westlichen Ländern. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der Technischen Universität Dortmund berichten jetzt in der Fachzeitschrift Cell Reports, warum Nierenerkrankungen und Nierensteine Folgen einer NAFLD sein können (2021; DOI: 10.1016/j.celrep.2021.109526).

„Epigenetische Veränderungen bei NAFLD und ihr Beitrag zum Fortschreiten der Krankheit und zu extrahepatischen Komplikationen sind noch wenig erforscht“, berichtet das Wissenschaftlerteam. In der Studie erstellten sie eine integrierte Epigenom- und Transkriptomanalyse von NAFLD-Hepatozyten der Maus und identifizierten Veränderungen im Glyoxylat-Stoffwechsel.

In einer gesunden Leber verhindert das Enzym Alanin-Glyoxylat-Aminotransferase (AGXT), dass zu viel Oxalat entsteht. Die IfADo Studie zeigt aber, dass AGXT in der Fettleber vermindert ist und damit seine Funktion nicht ausreichend ausüben kann. In Folge dessen kommt es zu einer höheren Anreicherung von Oxalat.

Oxalat ist nicht nur in einigen Lebensmitteln vorhanden, sondern wird als Stoffwechselprodukt in der Leber gebildet und durch die Niere über den Urin ausgeschieden. Eine erhöhte Konzentration von Oxalat im Urin ist mit einem höheren Risiko für das Fortschreiten einer chronischen Nierenerkrankung verbun­den, denn Oxalat bindet Kalzium, was zur Bildung von Nierensteinen führen kann.

„Diese Arbeit weist also auf eine verminderte Fähigkeit der steatotischen Leber hin, Glyoxylat zu entgiften, was zu einer erhöhten Oxalatausscheidung führt, und liefert eine mechanistische Erklärung für das erhöhte Risiko von Nierensteinen und chronischen Nierenerkrankungen bei NAFLD-Patienten“, fasst die Arbeitsgruppe ihre Ergebnisse zusammen. Die Forscher merken an, dass bei Jugendlichen mit NAFLD der Schweregrad der Steatose mit der Oxalatausscheidung im Urin korreliere. © hil/aerzteblatt.de

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