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Luca-App kündigt „umfassendes Update“ zum Herbst an

Donnerstag, 2. September 2021

/picture alliance, Bernd Wüstneck

Berlin – Die umstrittene Luca-App zur Eindämmung der Coronapandemie soll in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern zum Herbst hin ausgebaut und verbessert werden.

Künftig sollen die Ärzte der Gesundheitsämter die Nutzer der Luca-App direkt kontaktieren und in un­terschiedlichen Abstufungen warnen können, kündigte heute Patrick Hennig, Geschäftsführer der Cul­ture4Life GmbH, an. Bislang erhalten App-User nur einen allgemeinen Hinweis, wenn ein Gesund­heits­amt auf die Luca-Daten einer Person zugreift.

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Das „umfassende Update“ werde derzeit mit den Gesundheitsämtern in Hamburg, München, Hannover, Stuttgart, Düsseldorf, Nürnberg, Augsburg und Nordfriesland getestet und feinjustiert. Die Gesundheits­ämter würden durch differenzierte Warnhinweise und eine höhere Datenqualität profitieren.

Dazu werde Luca auch zusätzliche Informationen über den Veranstaltungsort zur Verfügung stellen. Um die Einschätzungen im Hinblick auf das mögliche Infektionsrisiko zu verbessern, würden künftig Details wie die Belüftung, Größe, Laufwege, Raumaufteilung erfasst. „Dies hilft Gesundheitsämtern, mögliche Risiken besser, leichter und schneller zu bewerten.“

Die Luca-App will die Zettelwirtschaft ersetzen, die bei einer analogen Erfassung der Besuche von Res­taurants, Ausstellungen und anderen Events entsteht. Die Anwendung wird seit Monaten von Daten­schutzaktivisten und etlichen Sicherheitsforschern kritisiert.

Sie stören sich unter anderen an der zentralen Datenspeicherung und halten die App für unwirksam. Zu den Luca-Skeptikern gehören auch einzelne Vertreter von Gesundheitsämtern, etwa in Berlin-Neukölln.

Hennig betonte, das System könne künftig auch Orte mit einem möglichen erhöhten Infektionsgesche­hen automatisch erkennen, wenn beispielsweise zwei mögliche Infektionsfälle an einem Ort oder mehr entdeckt werden. Das System sei dann in der Lage, die Nutzer entsprechend zu infor­mieren.

Für die Restaurantbetreiber und Veranstalter werde es eine eigene App geben, die das vorhandene „Luca Locations Managementtool“ um eine mobile Komponente erweitert. Damit werde es etwa möglich sein, direkt beim Check-in den Impf- und Genesenstatus der Gäste oder Testergebniszertifikate zu überprüfen. Mit der App könne der Gastgeber auch ganze Tische auschecken, womit die Datenqualität erhöht werde. © dpa/aerzteblatt.de

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