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Klimafolgen: Aufruf zu schnellerer Anpassung

Dienstag, 7. September 2021

Der niederländische König Willem-Alexander, Patrick Verkooijen, CEO des Global Center on Adaptation, der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und Bürgermeister Ahmed Aboutaleb (von links) /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Robin Utrecht

Den Haag – Rund 50 Politiker, Klima- und Entwicklungsexperten haben zu einer schnelleren Vorberei­tung auf Folgen der Erderwärmung wie häufigere und schwerere Stürme, Überschwemmungen und Dür­ren aufgerufen.

Diese Folgen des globalen Klimawandels seien „tragischerweise bereits unabwendbar“, erklärten sie bei der Einweihung des neuen Sitzes des Global Center on Adaptation (GCA, Globales Anpassungszentrum) im niederländischen Rotterdam.

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Das Zentrum wird unter anderem vom früheren UN-Generalsekretär Ban Ki Moon geleitet. Die Folgen des Klimawandels „bringen Menschen, Gemeinschaften und die Weltwirtschaft wie nie zuvor in Gefahr und werden neue große Bedrohungen für die Artenvielfalt und die Gesundheit des Menschen bringen“, erklärte das GCA.

Auf diese Bedrohung müsse die Menschheit mit der Anpassung der Infrastruktur, besseren Alarmsyste­men und Verbesserungen in der Landwirtschaft reagieren. Diesem Bereich der Klimapolitik würden aber weit weniger Beachtung und Ressourcen gewidmet als der Verringerung der klimaschädlichen Treibhaus­gase, kritisierte das 2018 gegründete internationale Zentrum.

Bei der Einweihungsfeier formulierten daher Minister, Bürgermeister sowie Vertreter von Entwicklungs­banken und internationalen Organisationen, welche Maßnahmen zur Eindämmung der Klima-Folgen er­forderlich sind. Damit wollen sie Einfluss auf die Verhandlungen bei der zweiwöchigen UN-Klimakonfe­renz in Glasgow nehmen, die am 31. Oktober beginnen.

Der Weltklimarat IPCC hatte in einem umfangreichen Bericht jüngst vor der deutlichen Zunahme von ne­gativen Folgen der Erderwärmung gewarnt. Mit diesen Auswirkungen ist demnach auch deutlich früher zu rechnen als zuvor angenommen. In den vergangenen Monaten hatten weltweit immer wieder Extrem­wetterereignisse wie das Hochwasser an Ahr und Erft oder Waldbrände in der Mittelmeerregion für Schlagzeilen gesorgt.

Aus Sichte der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (Klug) haben Klimawandel und Luftver­schmutzung gemeinsame Ursachen und schaden damit mehrfach der Gesundheit. Darauf wies Klug zum Internationalen Tages für die Luftreinhaltung (International Day of Clean Air for Blue Skies) hin.

Die AG Saubere Luft von Klug, einem Netzwerk von Einzelpersonen, Organisationen und Verbänden aus dem Gesundheitsbereich, hat sechs Empfehlungen erarbeitet, mit denen kurz- und langfristig die Luft­qualität verbessert werden könnte.

Dazu gehören etwa die Anpassung der Luftqualitätsgrenzwerte an die WHO-Empfehlungen, der Einbezug aller Schadstoffe in Luftqualitätsmaßnahmen oder auch die finanzielle Förderung von Maßnahmen und Technologien mit dem größten Mehrwert für Gesundheit, Klimaschutz und Luftqualität.

Klug plädiert weiter für den Abbau aller Subventionen, die Klima, Umwelt, Luftqualität und Gesundheit schädigen und eine Einführung von Steuer- und Preissystemen, die die reellen Gesundheits- und Umweltkos­ten widerspiegeln und sozial gerecht sind.

Angesichts der bedrohlichen Krisen und ihrer Risiken für die Gesundheit hätte Ärztinnen und Ärzte und der Gesundheitssektor eine gesellschaftliche und berufliche Verantwortung für den Erhalt der natürli­chen Lebensgrundlagen und intakter Ökosysteme, so Klug. © afp/aerzteblatt.de

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