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Negative Auswirkungen der Coronapandemie auf Bekämpfung anderer Krankheiten

Mittwoch, 8. September 2021

/BillionPhotos.com, stockadobecom

Genf – Die COVID-19-Pandemie wirkt sich katastrophal auf den Kampf gegen andere schwerwiegende Krankheiten aus. Das berichtete heute der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM).

Betroffen seien vor allem Tuberkulose- und Aids-Patienten – bei beiden Krankheiten sei die Zahl der Be­handlungen und Tests infolge der Pandemie deutlich gesunken. „Die COVID-19-Pandemie hatte verhee­rende Auswirkungen auf den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria im Jahr 2020“, so der GFATM.

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Die 2002 gegründete und zuvor von der G8 gebilligte internationale Organisation mobilisiert und in­vestiert eigenen Angaben zufolge jährlich mehr als vier Milliarden US-Dollar zur Unterstützung von Programmen, die von lokalen Experten in mehr als 100 Ländern durchgeführt werden.

Bis August 2021 seien bereits 3,3 Milliarden US-Dollar für Aids-, Tuberkulose- und Malariaprogramme bewilligt worden, im vergangenen Jahr 4,2 Milliarden US-Dollar (3,55 Milliarden Euro). Zusätzlich habe man 980 Millionen US-Dollar genehmigt, um auf COVID-19 zu reagieren.

Dem Bericht zufolge sank im Jahr 2020 die Zahl der gegen arzneimittelresistenten Tuberkulose behan­delten Menschen in den Ländern, in die der Fonds investiere, um 19 Prozent.

Auch die Zahl der Menschen, die mit Aids-Präventionspogrammen erreicht worden seien, sei im Vergleich zu 2019 um elf Prozent zurückgegangen. Die Zahl der HIV-Tests sei um 22 Prozent zurückgegangen, was den Beginn einer Behandlung in den meisten Ländern verzögert habe.

Der Kampf gegen Malaria sei durch COVID-19 nicht ganz so stark betroffen gewesen, hieß es weiter. Allerdings sei die Zahl der getesteten Malariaverdachtsfälle um 4,3 Prozent zurückgegangen.

Der Globale Fonds wirbt weltweit Gelder ein, verwaltet und investiert sie. Die Zahl der durch Aids, Tu­berkulose und Malaria verursachten Todesfälle ging in den Ländern, in die der Globale Fonds investiert, eigenen Angaben zufolge um 46 Prozent zurück. © dpa/aerzteblatt.de

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