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Politik

Weitere Länder gehen Quarantäneregeln für Schulen und Kitas an

Mittwoch, 8. September 2021

/Gerhard Seybert, stock.adobe.com

Berlin – Nach den Beschlüssen zu Quarantäneregeln in Schulen und Kitas haben weitere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen (NRW), Brandenburg, Bremen und das Saarland – konkrete Regelungen be­schlossen.

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Die Gesundheitsminister der Länder und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatten sich am vergangenen Montag für weniger strenge Quarantäneregeln bei Coronafällen in Schulen ausgesprochen. Grundsätzlich solle bei einem Fall nicht mehr für die gesamte Klasse Quarantäne angeordnet werden, heißt in einem Beschluss.

In Nordrhein-Westfalen sollen nun bei Coronainfektionen in Schulen und Kitas in der Regel nur noch die erkrankten Kinder selbst in Quarantäne. „Wir schaffen eine Regelung mit Augenmaß, die sowohl die Sicherheit unserer Kinder und Jugendlichen sicherstellt, als auch ihr Recht, am Präsenzunterricht und der Betreuung teilzunehmen“, erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dazu.

Die notwendigen Erlasse und Verordnungen sollen demnach bis Ende der Woche ausgearbeitet und ver­öffentlicht werden. Weiter einzuhalten sind aber die geltenden Hygienemaßnahmen wie das regel­mäßi­ge Lüften, Testen und Tragen von medizinischen Masken.

Nur wenn mehrere Kinder infiziert seien und deshalb von einem erkennbar größeren Ausbruchsge­sche­hen ausgegangen werden könne, sollen Gesundheitsämter über das einzelne Kind hinaus Anordnungen zur Quarantäne erlassen, hieß es. Diese Kontaktpersonen können aber vorzeitig zurückkehren, wenn nach fünf Tagen ein PCR-Test negativ ausfällt.

Auch Brandenburg will den Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern für einfachere Quarantäneregelungen in Schulen berücksichtigen. Demnach soll bei einem Coronafall nicht mehr die gesamte Klasse zuhause bleiben, sondern es sollen nur wenige Schüler in Quarantäne geschickt werden.

Im Saarland werden die Quarantäneregeln für Schulen und Kitas ab sofort gelockert. Die Gesundheits­ämter seien vor dem Hintergrund der Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen bereit, nur noch für enge Kontaktpersonen – im direkten Nahfeld des Infizierten – Quarantäne anzuordnen, teilte das Gesundheitsministerium in Saarbrücken nach Beratungen mit.

Enge Kontaktpersonen könnten sich nach fünf Tagen per PCR-Test frei testen – das gelte ab sofort, auch rückwirkend. Geimpfte und Genesene seien in der Regel von Quarantäne ausgenommen, hieß es, aller­dings „in Abhängigkeit von der jeweiligen Virus-Variante“. Durch die Konzentration auf das Nahfeld muss nicht wie bisher oft die ganze Klasse oder Gruppe in Quarantäne – was sowohl zu einer Erleichterung bei vielen Familien führe als auch die Gesundheitsämter entlaste.

„Beim Auftreten von Infektionsfällen in Kinderbetreuungseinrichtungen sollen die Behörden mit Augen­maß und vor allem mit Blick auf die Belange der Kinder Quarantänemaßnahmen anordnen“, sagte Ge­sundheitsministerin Monika Bachmann (CDU).

Der Bremer Senat hat die geltende Corona-Verordnung mit einigen Änderungen um einen Monat bis zum 11. Oktober verlängert. Bei Schulen geht Bremen dabei einen etwas anderen Weg, als zwischen Bund und Ländern vereinbart worden war, um nicht ganze Schulklassen in Quarantäne schicken zu müssen.

Wenn ein Kind infiziert ist, dürfen die Mitglieder seiner Kohorte (einer großen Lerngruppe oder eines ganzen Jahrgangs) weiter zur Schule kommen. Sie müssen sich aber sieben Schultage lang täglich testen lassen und eine Maske tragen.

Nur das infizierte Kind und enge Kontaktpersonen von außerhalb der Kohorte müssen 14 Tage in Qua­ran­täne. Zwischen Bund und Ländern war vereinbart worden, dass Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne sind, aber keine Symptome haben, sich nach fünf Tagen freitesten können. © dpa/aerzteblatt.de

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