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Patienten profitieren von strukturierten Neurodermitis-­Schulungen

Donnerstag, 9. September 2021

/dpa

Berlin – Eine Neurodermitis kann die Lebensqualität stark einschränken – die Behandlung ist zudem häufig komplex. „Je besser die Betroffenen über ihre Erkrankung informiert sind, desto erfolgversprechender ist die Behandlung. Strukturierte Schulungsprogramme sollten unverzichtbarer Teil der Therapie sein“, fordern daher die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) und der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) anlässlich des Welt-Neurodermitis-Tags Mitte September.

Neurodermitis ist eine der häufigsten entzündlichen Hauterkrankungen. Betroffen sind hierzulande etwa 13 Prozent der Kinder und zwei bis drei Prozent der Erwachsenen. Gerötete und entzündete Stellen treten meist an Arm- und Kniebeugen, am Nacken und den Händen auf. „Begleitet werden diese Symptome häufig von quälendem Juckreiz an den betroffenen Stellen, was zum Kratzen verführt, und die Stellen erneut belastet“, erläuterte Ralph von Kiedrowski, Präsident des BVDD.

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„Neben der Arzneimitteltherapie, die aus äußerlich anwendbaren Therapeutika wie auch systemisch wirksamen Medikamenten besteht, ist es wichtig, dass Auslösefaktoren aufgespürt werden, Begleiterkrankungen mitbehandelt und die Betroffenen und Angehörige gut über die Erkrankung informiert sind“, betonte der DDG-Präsident Michael Hertl, Direktor der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Universitätsklinikum Marburg.

Zur Therapie sollten daher auch strukturierte Schulungsprogramme gehören. „Aus gut kontrollierten Studien wissen wir, dass Menschen mit Neurodermitis und ihre Familien sehr von standardisierten Schulungen profitieren“, so Hertl.

Laut DDG und BVDD ermöglichen die Schulungen, was im Behandlungsalltag oft zu kurz komme – die intensive Auseinandersetzung mit der Erkrankung. „In den Schulungen wird über mögliche Auslösefaktoren wie bestimmte Kleidung, über Nahrungsmittelallergien oder bakterielle Hautinfektionen gesprochen. Bewältigungsstrategien werden erlernt, um die psychischen Belastungsfaktoren zu verringern“, erläuterte Thomas Werfel, DDG-Vorstandsmitglied und Leiter der Forschungsabteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Hannover.

Die Fachgesellschaft und der Berufsverband weisen daraufhin, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Schulung häufig übernehmen. © hil/aerzteblatt.de

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