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Ärzteschaft

Elektronischer Heilberufsausweis an mehr als jeden zweiten Vertragsarzt ausgegeben

Freitag, 10. September 2021

/BÄK

Berlin – Die Zahl der ausgegebenen elektronischen Heilberufsausweise (eHBA) ist bis Ende August auf 115.615 angestiegen. Das geht aus Daten der Bundesärztekammer (BÄK) mit Stand 7. September hervor.

Das ist ein Plus von etwa 14,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Ende August war die Marke von 100.000 Exemplaren geknackt worden. Damals waren es 100.999 eHBA, die an die Ärzte ausgegeben worden waren.

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Deutliche Unterschiede zeigen sich beim Ausstattungsgrad bezogen auf die in den jeweiligen Versor­gungsbereichen tätigen Ärzte. Während im ambulanten Sektor nun 51,92 Prozent der Ärzte einen eHBA haben, sind im stationären Sektor 13,67 Prozent der Ärzte damit ausgestattet.

Laut den Daten der BÄK wurden in den vergangenen drei Monaten jeweils rund 15.000 eHBA produziert und ausgeliefert. Damit zog das Tempo im Vergleich zu den Vormonaten an. Bis Ende April waren erst gut 60.000 eHBA abgegeben worden; die monatlichen Ausgabezahlen lagen lange Zeit unter der 10.000er-Schwelle.

Benötigt wird der eHBA in den Arztpraxen unter anderem zur Umsetzung des vorgesehenen Starts der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) am 1. Oktober sowie bei der Implementierung der elektronischen Patientenakte (ePA) in den Praxisalltag. Das gilt auch für die ab Januar 2022 verpflich­tende Nutzung von elektronischen Verordnungen (E-Rezept) verschreibungspflichtiger Arzneimittel.

Die BÄK weist darauf hin, dass man „nicht davon ausgehen dürfe“, dass jeder Arzt in Deutschland zwin­gend einen eHBA benötigt. Grund sei, dass nicht jeder Arzt im Versorgungsalltag mit Prozessen in Berüh­rung komme, die einen unmittelbaren Zugriff auf die medizinischen Daten des Patienten aus der Telema­tikinfrastruktur (TI) verlange, heißt es.

Im stationären Bereich hänge der Nutzem des eHBA „sehr stark von der konkreten organisatorischen Ausgestaltung der Arbeitsprozesse vor Ort ab“. Die Anzahl der zwingend benötigten eHBA in diesem Versorgungssektor wird nach Erwartung der BÄK deutlich unter der Gesamtzahl aller dort tätigen Ärzte liegen.

Für den ambulanten Bereich erwartet die BÄK diesen Effekt „weniger stark ausgeprägt“. Insofern sei der Ausstattungsgrad „eher eine Orientierung denn eine valide Kennziffer“. © may/aha/aerzteblatt.de

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