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Leipziger Langzeitstudie zur Kindergesundheit soll weitergehen

Freitag, 10. September 2021

/davit85, stock.adobe.com

Leipzig – Die großangelegte „Life-Child“-Studie der Leipziger Universitätsmedizin zur Kindergesundheit soll auch in den nächsten Jahren weitergehen. Er gehe fest davon aus, dass die Finanzierung für die nächsten beiden Jahre gesichert sei, sagte Studienleiter Wieland Kiess.

Der Kinderarzt und sein Team untersuchen seit zehn Jahren verschiedene Aspekte zur Gesundheit von Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen. Das Generalthema der Langzeitstudie sei die Frage, inwiefern eine sich ändernde Umwelt zu einer sich ändernden Kindergesundheit führt, sagte Kiess.

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Handlungsrelevante Dinge ableiten

Das splitte sich auf in viele Einzelthemen – von Adipositas über Allergien bis hin zu Kurzsichtigkeit und Knochengesundheit oder Depressionen. Mehr als 5.000 Kinder und rund 1.100 Schwangere seien bislang untersucht worden. Diese „Kohorte“ sei europaweit einzigartig. „Die wichtigste Erkenntnis ist, dass man aus einer solchen Langzeitstudie handlungsrelevante Dinge ableiten kann“, sagte Kiess.

Zum Beispiel hätten die Forscher herausgefunden, dass sich Adipositas schon im Alter zwischen zwei und sechs Jahren verfestige. „Wenn ein Kind in dieser Zeit dick ist, dann bleibt es dick.“ Daraus folge, dass man sich sehr früh schon um die Kinder kümmern müsse.

In den vergangenen Jahren seien zu den Forschungsthemen von „Life Child“ rund 100 Dissertationen abgeschlossen worden und etwa 200 wissenschaftliche Publikationen erschienen. Die Kindergesund­heitsstudie ist Bestandteil des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationskrankheiten.

„Life Child“ wird seit zehn Jahren vom Freistaat Sachsen gefördert. Vom Land komme rund die Hälfte der benötigten 2,4 Millionen Euro. Der Rest stamme in unterschiedlichen Anteilen von der EU, der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder aus der Industrie, mit der Kooperationen eingegangen werden. © dpa/aerzteblatt.de

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