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Ärzteschaft

Psychische Gesundheit stärker in den politischen Fokus rücken

Freitag, 10. September 2021

/tadamichi, stock.adobe.com

Berlin – Angststörungen, Depressionen, Abhängigkeitserkrankungen und Demenz zählen zu den häufigs­ten Volkskrankheiten und verursachen jedes Jahr viele Tausend Suizide in Deutschland. Anlässlich des heutigen Welttags für Suizidprävention hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) die Politik aufgerufen, in der kommenden Legislaturperi­ode die psychische Gesundheit ganz oben auf die Agenda zu setzen.

Vor allem die die systematische und evidenzbasierte Weiterentwicklung von Versorgung, Forschung und Teilhabe erfordert nach Ansicht der Fachgesellschaft erhöhte politische Aufmerksamkeit. „Insbesondere angesichts der enormen Herausforderungen durch die Pandemie muss das Thema ganz oben auf die politische Agenda“, mahnte DGPPN-Präsident Thomas Pollmächer.

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Das massive Leid der Betroffenen und Angehörigen sowie die direkten und indirekten Kosten in Höhe von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts seien nur zwei Aspekte, die den dringenden Handlungsbe­darf verdeutlichen würden.

„Psychische Erkrankungen führen häufig zu sozialem Abstieg, Armut und Diskriminierung und noch viel zu oft zu einem Suizid. Trotzdem sind Prävention, Versorgung und Rehabilitation in Deutschland noch längst nicht so aufgestellt, wie es für die Betroffenen notwendig wäre. Die nächste Regierung muss sich dieser Zukunftsaufgabe annehmen“, forderte der DGPPN-Präsident.

Um die Versorgung suizidaler Patienten zu verbessern, hat die Fachgesellschaft jetzt die Erstellung einer S3-Leitlinie „Umgang mit Suizidalität” auf den Weg gebracht, die vom Innovationsausschuss des Gemein­samen Bundesausschusses (G-BA) gefördert wird.

Sie richtet sich an Fachkräfte der ambulanten und stationären Versorgung, die mit suizidalen Menschen in Kontakt treten. Geplant ist zudem eine laienverständliche Leitlinie für Patienten in suizidalen Krisen, die darüber hinaus auch Angehörige und Hinterbliebene adressiert. © hil/sb/aerzteblatt.de

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