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Politik

Rheinland-Pfalz will Reserve für künftige Krisen aufbauen

Montag, 13. September 2021

/atevi, stock.adobe.com

Mainz – Als Lehre aus der Coronapandemie will Rheinland-Pfalz für künftige vergleichbare Krisen eine Landesreserve mit Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln aufbauen. Ziel sei, entsprechende Vergabeverfahren bis zum Jahresende abzuschließen, erklärte Staatskanzleichef Fabian Kirsch (SPD) in einer Antwort auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion.

Zuständig ist das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung. Die Reserve soll für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, kritische Infrastrukturen, Verwaltung und Wirtschaft zur Verfügung stehen.

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Wichtig sei, dass die Behörden schnellen und unbürokratischen Zugriff auf die Bestände haben, erklärte die Regierung weiter. Vor allem zu Beginn der Coronapandemie im Frühjahr 2020 habe es bundes-, europa- und sogar weltweit einen hohen Bedarf an Masken, sonstiger Schutzausrüstung und Desinfek­tionsmitteln gegeben. In Deutschland seien Bestellungen angesichts des nahezu zusammenge­brochenen Weltmarktes für diese Produkte nur teilweise erfolgreich gewesen. Zudem seien die Preise enorm gestiegen.

Auch sei deutlich geworden, dass sich zahlreiche Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegeheime und auch niedergelassene Ärzte nicht ausreichend mit Schutzausrüstung eingedeckt hätten, obwohl dies die Pandemiepläne des Landes vorsähen, heiß es weiter. Im Krankenhausbereich sieht die Landesregie­rung ebenfalls Handlungsbedarf.

Dazu arbeite sie in Abstimmung mit Bund und anderen Ländern an einer Anpassung des Pandemieplans, erklärte Kirsch. Schon jetzt sei absehbar, dass die zusätzlich geschaffenen Kapazitäten bei der Intensiv­beatmung „in großen Teilen“ behalten werden sollten. Über Art und Umfang müsse noch entschieden werden.

Strukturell will das Land ebenfalls lernen. Kirsch bezieht sich dabei auf positive Erfahrungen, die dabei gemacht worden seien, dass Krankenhäuser mit großen Partnerkliniken die Versorgung koordiniert hätten. Dieses Konzept habe zu einer intensiven Vernetzung geführt, was unabhängig von der Pandemie vorteilhaft erscheine. Wie diese Erfahrungen konkret umgesetzt werden, müsse noch geprüft werden. © dpa/aerzteblatt.de

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